Aktuelles

12.4.2019: Retten uns die Kinder?

Jetzt haben sich 28.000 Wissenschaftler aus der ganzen Welt hinter die Kinder und Jugendlichen gestellt, die Freitag für Freitag für ein gutes Klima demonstrieren. Zudem ist soeben eine Studie der Technnischen Universität Lappeeranta (LUT) in Finnland erschienen, welche die konkreten Forderungen der jungen Demonstranten für realisierbar hält: 100 Prozent erneuerbare Energien, CO2-Steuer auf Kohle, Benzin, Gas und Öl, Ende der Subventionen für fossile, umweltschädliche Rohstoffe. In Deutschland Kohleausstieg bis 2030.

Die neue LUT-Studie, die zusammen mit dem deuttschen Umweltnetzwerk Energy Watch Group erstellt wurde, zeigt, dass der komplette Umstieg auf erneuerbare Energien in 20 bis 30 Jahren möglich ist – und zwar weltweit, zu jeder Jahreszeit und bei Tag und Nacht.

Christian Breyer, Professor für Solarwirtschaft an der LUT und Leiter der Studie, sagt: „ Unsere Studie zeigt, dass Greta Thunberg und ihre jungen Freunde Recht haben.“

Sowohl deutsche Bedenkenträger wie auch Klimaskeptiker in der ganzen Welt oder die deutsche AFD oder US-Präsident Trump können sich jetzt nur noch schämen. Denn auch das renommierte deutsche Fraunhofer-Institut kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Ob sie alle jetzt endlich in der Lage sind, von Kindern zu lernen?

Ähnliche wissenschaftliche Studien mit entsprechenden Ergebnissen gab es auch schon früher. Aber: An der neuen Studie haben die Wissenschaftler viereinhalb Jahre gearbeitet. Sie haben die Welt erstmals in 145 Regionen aufgeteilt und die Wind- und Wetterverhältnisse sowie die Wasservorkommen verglichen. Die Forscher nutzten stundengenaue Wetterdaten. Sie haben Engpässe mit bedacht und prognostiziert wie diese ausgeglichen werden können.

Energiewende kostet, aber keine Energiewende kostet die Zukunft.

Die Studie zeigt auch, dass Deutschland überwiegend mit Sonnen- und mit Windenergie versorgt werden kann – Länder wie Österreich, die Schweiz, Norwegen oder Schweden weitgehend mit Wasserkraft. Alles hängt jetzt vom politischen Willen der Regierenden ab.

Diese LUT-Studie ist den jungen Klimademonstranten gewidmet. Der heutige globale Energiemix sieht noch so aus: Knapp 80 Prozent Kohle, Gas und Öl, 5 Prozent Atomenergie und um die 15 Prozent Erneuerbare Energie. Künftig soll nach den LUT-Prognosen der Energiemix so werden: 70 Prozent Solarenergie, 18 Prozent Windkraft, 5 Prozent Bioenergie, 3 Prozent Wasserkraft, 2 Prozent Geothermie und 2 Prozent Meeresenergie.

2018 hatte Deutschland bereits 40 Prozent Ökostrom, im Februar 2019 wurden hierzulande schon 66 Prozent Ökostrom produziert. Die Emissionen im Verkehr und bei der Wärmerzeugung sind in Deutschland noch das große Problem.

Die Kinder und Jugendlichen werden als Klimarebellen noch viele Freitage demonstrieren müssen bis erwachsene Politiker endlich ihre Klima-Hausaufgaben machen.  Bisher wurden die Kinder noch nicht ernst genommen. Aber immerhin haben sie schon jetzt mit konkreten Forderungen neuen Schwung in die alte Klima-Debatte gebracht.

Taktische Polit-Spielchen wird sich die neue Klima-Generation „Greta“ nicht mehr gefallen lassen. Sie meint es ernst. Und sie will solange protestieren und demonstrieren, bis die Politik endlich und wirklich handelt. Es geht um nichts weniger als um einen Kulturwandel, bei dem die neue Klimabewegung endlich die Hegemonie gewinnt.

Quelle: Franz Alt, www.sonnenseite.com

2.1.2019: Mitarbeiter gesucht! Wir suchen Verstärkung für unser Team!

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6.11.2018: Erneuerbare erreichen 38 Prozent Anteil und liegen fast gleichauf mit Kohlekraftwerken

Im Januar, April und Mai lag der Anteil von Photovoltaik, Windkraft und Co. angesichts günstiger Witterungsbedingungen sogar bei 43 Prozent am Bruttostromverbrauch. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet erwartet BDEW und ZSW bei durchschnittlichen Windbedingungen, dass der Anteil bei 38 Prozent bleiben wird. Den größten Zuwachs in diesem Jahr bisher verzeichnete die Photovoltaik.

Nach drei Quartalen haben die erneuerbaren Energien in Deutschland einen Anteil von 38 Prozent am Bruttostromverbrauch erreicht. Dies seien drei Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum, teilten das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nach ersten Auswertungen am Freitag mit. Aufgrund der guten Windbedingungen und hohen Zahl an Sonnenstunden habe der Anteil der Photovoltaik, Windkraft und Biomasse in den Monaten Januar, April und Mai sogar einen Anteil von 43 Prozent erreicht. Nach den Erwartungen von ZSW und BDEW wird der Anteil für das Gesamtjahr ebenfalls bei 38 Prozent liegen, wenn das Winddargebot im vierten Quartal dem Durchschnitt der vergangenen Jahre entspricht.

Nach den vorläufigen Zahlen erzeugten die Photovoltaik-, Windkraft- und anderen erneuerbaren Anlagen in den ersten drei Quartalen zusammen fast 170 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom. Dies entspricht nahezu der Stromerzeugung aus den Braun- und Steinkohlekraftwerken, die auf rund 172 Milliarden Kilowattstunden kamen. Die Erneuerbaren-Erzeugung stieg damit um fast zehn Prozent, während die Kohlekraftwerke knapp sieben Prozent weniger produzierten.

Den größten Sprung gegenüber dem Vorjahr verzeichnete die Photovoltaik. Die Anlagen erzeugten fast 16 Prozent mehr Solarstrom als im Vorjahreszeitraum und kamen auf mehr als 41 Milliarden Kilowattstunden, was einem Anteil von neun Prozent am Bruttostromverbrauch gleichkommt. Die stärkste erneuerbaren Energiequelle in Deutschland bleibt weiter die Windkraft an Land. Auch hier ist ZSW und BDEW zufolge ein Zuwachs um 13 Prozent auf 63 Milliarden Kilowattstunden zu verzeichnen gewesen. Die Plätze hinter der Photovoltaik gehen an die Biomasse und die Wasserkraft. Während die Erzeugung aus Biomasse ganz leicht stieg, litten die Wasserkraftwerke unter der langanhaltenden Dürreperiode und erzeugten fast zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Quelle: pv-magazine, www.pv-mgazine.de

5.11.2018: Verein Sonneninitiative bringt Verfassungsklage gegen EEG-Umlage auf den Weg

Der Verein Sonneninitiative hat gemeinsam mit Anwalt Peter Becker eine Klage gegen die Umlage beim Landgericht Marburg gegen Amprion eingereicht. Der Übertragungsnetzbetreiber bezieht die EEG-Umlage bei den Bürgersolarparks des Vereins Sonneninitiative ein. Die Richter sollen prüfen, ob die Besondere Ausgleichsregelung bei der EEG-Umlage für energieintensive Unternehmen und Schienenbahnen rechtmäßig ist. Daran haben sowohl der Verein als auch der Energierechtler Peter Becker Zweifel und halten diese für verfassungswidrig. Erst nach der Entscheidung der Marburger Richter kann das Fall dann dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung vorgelegt werden, wie der Verein Sonneninitiative am Donnerstag veröffentlichte. Voraussetzung dafür sei, dass das Landgericht die Zweifel teilt. Ansonsten will der Verein Revision einlegen.

Nach Einschätzung des Vereins und des Energierechtlers wird die EEG-Umlage durch die Ausnahmeregelungen um 1,6 Cent pro Kilowattstunde erhöht. Diese Kosten – rund 20 Prozent der derzeitigen EEG-Umlage – müssen die übrigen Stromverbraucher, also vor allem Privathaushalte und Mittelständler, zahlen. Diese Besondere Ausgleichsregelung verstößt nach Ansicht des Vereins und Beckers sowohl gegen Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes (Gleichheitsgrundsatz) und gegen EU-Recht (Beschluss vom 10.5.2016).

„Generell ist nichts dagegen zu sagen, wenn der Staat, vertreten durch die Bundesregierung, bestimmte notleidende Wirtschaftszweige unterstützen möchte“, erklärt Vereinssprecher Christian Quast. Dies sei allerdings eine Beihilfe, die von der EU überwacht werde. Im Fall der Vorgängerregelung der Besonderen Ausgleichsregelung sei das Gericht der Europäischen Union am 10. Mai 2016 bereits zu dem Schluss gekommen, dass diese eine verbotene Beihilfe ist. Die Bundesregierung hatte daraufhin nachgebessert und auch die beihilferechtliche Genehmigung aus Brüssel erhalten.

Auf der Website „www.eeg-klage.de“ informiert der Verein über den Stand des Prozesses. Dort können sich auch Unterstützer melden. Allen Betreibern, die Strom aus Photovoltaik-Anlagen an Dritte vor Ort verkaufen und deshalb an Netzbetreiber EEG-Umlage abführen müssen, rät der Verein, dies nur unter Vorbehalt zu tun. In diesem Fall könnten sie Rückzahlungen fordern, wenn die Richter zur Einschätzung kommen, dass die Besondere Ausgleichsregelung verfassungswidrig ist.

Quelle: pv-magazine, www.pv-magazine.de

23.10.2018: Klimabilanz der Elektromobilität wird immer besser

Selbst mit Normalstrom verursachen Elektroautos inzwischen deutlich weniger Kohlendioxid-Emissionen als Benzin- oder Diesel-Pkw. Das liegt am steigenden Anteil erneuerbarer Energien wie der Photovoltaik.

Fast 60 Prozent weniger Kohlendioxid-Emissionen als Benzin- oder Dieselfahrzeuge – das ist die aktuelle Klimabilanz des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für Elektrofahrzeuge. Demnach verursacht ein Elektroauto, das mit Normalstrom fährt, bei einer jährlichen Fahrleistung von 14.300 Kilometern 1,06 Tonnen CO2 pro Jahr. Bei gleicher Fahrleistung liege der CO2-Ausstoß beim Fahren mit Super-Benzin bei 2,52 Tonnen jährlich, beim Einsatz von Diesel bei 2,56 Tonnen.

Der BDEW hat für seine Berechnungen den bundesdeutschen Strommix des Jahres 2017 herangezogen. In dem Jahr lag der Anteil der erneuerbaren Energien an der Nettostromerzeugung bei 36,5 Prozent, während Braun- und Steinkohle 38,1 Prozent beitrugen, Erdgas 10,2 Prozent und Kernenergie 12,7 Prozent. Der Verband weist darauf hin, dass der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix weiter stark steigen wird, 2018 wahrscheinlich auf knapp 40 Prozent. Da gleichzeitig der Anteil der Kohle an der Stromerzeugung kontinuierlich zurückgehe, werde die Klimabilanz von Elektroautos immer besser. Und wer regenerativ erzeugte Strom tanke, reduziere die CO2-Emissionen der Tankfüllung auf null.

Quelle: pv-magazine, www.pv-magazine.de

11.10.2018: Studie: HTW Berlin sieht großes Potenzial für Photovoltaik in der Hauptstadt

Die Berliner Forscher haben die Gebäude auf ihre Eignung für Photovoltaik-Anlagen untersucht. Bislang liegt der Anteil von Solarstrom in der Hauptstadt bei 0,5 Prozent, soll langfristig aber auf 25 Prozent steigen.

Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 sieht die Entwicklung des Masterplans Solarcity vor, der den Anteil der Solarenergie an der Stromversorgung von derzeit etwa 0,5 auf 25 Prozent erhöhen soll. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin hat am Mittwoch eine neue Solarpotenzialstudie für die Hauptstadt veröffentlicht. Darin werde gezeigt, welche Gebäude in Berlin sich für Solaranlagen eignen und mit welchen Einschränkungen zu rechnen ist. Für die Forscher steht dabei fest, dass sich dieses Ziel nur umsetzen lässt, wenn die Politik langfristig auch ordnungspolitische Maßnahmen umsetzt. Freiwillige Anreize würden voraussichtlich nicht ausreichen.

„Um den heutigen Stromverbrauch Berlins zu einem Viertel mit Solarenergie zu decken, müssten wir ab sofort jedes Jahr so viele Anlagen neu bauen, wie wir insgesamt in den letzten 20 Jahren errichtet haben“, sagt Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin. Eine Steigerung des Photovoltaik-Zubaus um den Faktor zehn sei dafür notwendig. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass der Stromverbrauch in den kommenden Jahren durch die Elektromobilität wahrscheinlich auch noch weiter steigen werde, so Quaschning weiter. Der Studie zufolge muss für das Ziel eines Photovoltaik-Anteils von 25 Prozent die installierte Leistung bei gleichbleibendem Stromverbrauch von 100 auf 4000 Megawatt erhöht werden.

Link zur Studie: https://pvspeicher.htw-berlin.de/potenzialstudieberlin/

Quelle: pv-magazine, www.pv-magazine.de

2.7.2018: Keine EEG-Umlage mehr bei Eigenverbrauch von Photovoltaik-Anlagen bis 30 KW ?

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich bei den Verhandlungen über die Erneuerbare-Energien-Richtlinie geeinigt, dass der Eigenverbrauch aus PV-Anlagen bis 30 Kilowatt Leistung nicht zusätzlich mit der EEG-Umlage belastet werden darf. Auch eine Doppelbelastung von gespeichertem Strom soll nach dem Willen der EU künftig vermieden werden.

Es sei in diesem Zusammenhang daran erinnert, dass der Eigenverbrauch ALLER konventionellen Kraftwerke (auch der Großkraftwerke) der konventionellen Stromwirtschaft von der Zahlung der EEG-Umlage befreit ist. Diese Diskriminierung bleibt.

Alle Mitgliedsstaaten haben nach Veröffentlichung im EU-Amtsblatt nun 18 Monate Zeit, die EE-Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

Quelle: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV), www.sfv.de

14.5.2018: Solarverein klagt in Karlsruhe – Unterstützer gesucht

Solarenergieförderverein (SFV) aus Aachen hat vor wenigen Tagen eine Verfassungsbeschwerde gegen die Bundesregierung auf den Weg gebracht. Professor Volker Quaschning aus Berlin ist der Klage als Einzelkläger beigetreten. Nun werden weitere Unterstützer gesucht.

Die Verfassungsbeschwerde wirft der Bundesregierung vor, das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit zu verletzen. Die Regierung vernachlässige die notwendigen Anstrengungen zum Klimaschutz.

Dass nun auch Volker Quaschning die Klage unterstützt, verleiht den langjährigen Forderungen vieler Umweltverbände nach Beschleunigung der Energiewende zusätzlichen Nachdruck und Kompetenz. Denn der Berliner Professor hat mit zahlreichen Studien belegt, dass die Umstellung der Energieversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energien möglich ist.

Der SFV wird die Erstellung der Beschwerdeschrift finanzieren. Die Kosten belaufen sich auf mindestens 20.000 Euro, können sich aber leicht verdoppeln. Der Gegenstand der Klage verlangt hohen juristischen Sachverstand, Juristen erledigen solche Aufgaben natürlich nicht nur ehrenamtlich. Deshalb ist der SFV auf Spenden angewiesen:

Spende an Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.
Pax Bank e.G., Aachen
BLZ: 370 601 93, Konto: 1005 415 019
IBAN: DE16 3706 0193 1005 4150 19
BIC: GENODED1PAX

Verwendungszweck: "Spende für Verfassungsbeschwerde"
Bitte Name und Adresse für die Spendenquittung angeben.

Quelle: photovoltaik, www.photovoltaik.eu

29.3.2018: Berlin wehrt sich gegen Erleichterungen für Eigenverbraucher

Die Bundesregierung blockiert in Brüssel Verhandlungen über eine Vereinfachung der Regelungen für den Eigenverbrauch von Solarstrom. Berlin hat Angst, dass dann die Sonnensteuer wegfallen muss.

Die Bundesregierung lehnt Erleichterungen für den Eigenverbrauch von Solarstrom ab. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine entsprechende Anfrage der Abgeordneten von B90/Grüne, Julia Verlinden, hervor. Damit blockiert auch die neue Bundesregierung nicht nur die Energiewende in Deutschland, sondern auch in Europa.

Denn das Europäische Parlament hatte den Vorschlag gemacht, in der gesamten EU den Eigenverbrauch von Solarstrom zu vereinfachen. Ohne diskriminierende oder unverhältnismäßige Verfahren und Gebühren soll jeder seinen selbst produzierten Strom verbrauchen dürfen. Die Parlamentarier in Straßbourg gehen sogar noch weiter. Jeder solle seinen überschüssigen Strom sogar ohne bürokratische Hürden und Sonderkosten an Dritte über einen Stromliefervertrag verkaufen dürfen.

Berlin lehnt ein solches Ansinnen rigoros ab. „Die Bundesregierung spricht sich gegen das Verbot von Steuern, Umlagen und Abgaben aus, die nicht kostenorientiert (‚cost-reflective‘) sind“, schreibt Staatssekretär Rainer Baake im Auftrag des Bundeswirtschaftsministers. „Unter dieses Verbot könnte insbesondere die EEG-Umlage fallen. Es ist aus Sicht der Bundesregierung für die Finanzierung der Energiewende wichtig, dass jeder einen angemessenen Beitrag zur Finanzierung des Gesamtsystems leistet.“

Für Verlinden ist das ein ganz klares Indiz, dass die Bundesregierung der Bürgerenergie weiter Steine in den Weg rollen will. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für die vielen engagierten Bürger, ohne die die Energiewende im Stromsektor niemals so erfolgreich gewesen wäre“, kritisiert sie die Blockadehaltung der Bundesregierung bei den Verhandlungen in Brüssel.

Quelle: www.photovoltaik.eu

2.3.2018: Über 100 Städte weltweit werden schon mit über 70 Prozent Ökostrom versorgt

Die kommunale Bewegung für den Klimaschutz mit erneuerbaren Energien nimmt weltweit Fahrt auf. Wie Clean Technica berichtet, gibt es aktuell weltweit schon über 100 zum Teil große Städte, die schon mit mehr als 70 Prozent Ökostromversorgung auf einem guten Weg zu 100 Prozent erneuerbaren Energien sind. Über 40 Städte haben sogar schon eine Vollversorgung mit 100 Prozent Ökostrom erreicht.

Beschämend für Deutschland: keine einzige deutsche Stadt in dieser Liste der erfolgreichen Klimaschutzstädte liegt im Land des einstigen Vorreiters für erneuerbare Energien. Es wird Zeit, dass in Deutschland, wo es im letzten Jahrzehnt viele kommunale Beschlüsse für 100 Prozent erneuerbare Energien gab, wieder eine neue offensive Dynamik entfacht wird. Kommunen könnten sehr wohl die Anti-Klimaschutzpolitik der Bundesregierungen unter Kanzlerin Merkel überwinden und Deutschland wieder zum Vorreiter machen.

Ganz anders ist die Dynamik für 100 Prozent erneuerbare Energien in Großbritannien: Heute haben 80 britische Städte verkündet, 100 Prozent erneuerbare Energien bis spätestens 2050 zu verwirklichen, darunter Manchester, Birmingham, Newcastle, Glasgow und 16 Londoner Stadtteile.

Unter den erfolgreichen 40 Städten, die schon 100 Prozent Ökostrom verwirklicht haben, sind Burlington in den USA, Reykjavik in Island und Basel in der Schweiz.

Zu den erfolgreichen Städten, die schon einen Anteil von über 70 Prozent an erneuerbaren Energien verwirklicht haben, gehören neben großen Städten in den Industrienationen wie Vancouver, Montreal, Wellington, Porto, Bozen oder Stockholm auch besonders viele Städte in Entwicklungs- und Schwellenländern. Aus Afrika sind Hauptstädte wie Nairobi (Kenya), Dar es Salaam (Tanzania) vertreten. Erstaunlich viele Städte aus Brasilien finden sich ebenfalls in der Liste.

Hier geht es zur Liste: https://www.cdp.net/en/cities/world-renewable-energy-cities

Quelle: pv-magazine, www.pv-magazine.de

7.1.2018: Energy-Charts: Nettostromerzeugung aus Erneuerbaren 2017 bei 38,3 Prozent

Gleich zu Jahresbeginn haben die Wissenschaftler von Energy-Charts am Fraunhofer ISE die Nettostromerzeugungsdaten für 2017 ausgewertet. Demnach haben die erneuerbaren Energiequellen im vergangenen Jahr etwa 210 Terawattstunden zur öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland beigetragen. Dies seien 15 Prozent mehr als noch 2016. Die erneuerbaren Energien erreichten damit einen Anteil von 38,3 Prozent an der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland, so Bruno Burger, der die Energy-Charts am Fraunhofer ISE verantwortet. Ihr Anteil an der gesamten Bruttostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der „Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“ betrage etwa 35 Prozent.

Die in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen hätten im vergangenen Jahr 38,4 Terawattstunden ins öffentliche Netz eingespeist. Dies ist Burger zufolge knapp ein Prozent mehr als 2016, liegt allerdings unter dem Rekord von 38,7 Terawattstunden aus dem Jahr 2015. Die maximale Solarleistung sei mit 28 Gigawatt am 27. Mai um 13 Uhr im vergangenen Jahr erreicht worden. Zu diesem Zeitpunkt habe die Photovoltaik einen Anteil von 42 Prozent an der Stromerzeugung erreicht. Nach Burgers Auswertung lag die monatliche Stromerzeugung der Photovoltaik-Anlagen im Juni höher als jene der deutschen Steinkohlekraftwerke.

Wesentlich für den Anstieg des Erneuerbaren-Anteil sei jedoch die Windkraft. Sie legte um etwa 32 Prozent auf 104 Terawattstunden im vergangenen Jahr zu. Der Anteil der Windkraft an Land daran lag bei 85 Terawattstunden – 20 Terawattstunden mehr als 2016. Die Offshore-Windkraft steigerte die Produktion von 12 auf 17,4 Terawattstunden. Hinter der Braunkohle sei die Windkraft damit erstmals die zweitwichtigste Stromquelle in Deutschland gewesen, so Burger in seiner Auswertung. In zehn der zwölf Monate 2017 habe sie die Erzeugung aus Steinkohle und Kernenergie übertroffen. Die maximal erzeugte Leistung sei am 28. Oktober um 20:15 Uhr mit rund 40 Gigawatt erreicht worden.

Gemeinsam hätten die Photovoltaik- und Windkraftanlagen im vergangenen Jahr damit rund 142 Terawattstunden produziert. In Summe lagen sie damit erstmals vor Braunkohle, Steinkohle und Kernenergie.

Quelle: pv magazine, www.pv-magazin.de

9.11.2017: Studie: 100% Erneuerbare weltweit sind kostengünstig machbar

Eine Stromversorgung – basierend rein auf Photovoltaik, Windkraft und Co. – lässt sich bis 2050 realisieren. Nach einer auf der Klimakonferenz COP23 vorgestellten Studie wäre es auch kostengünstiger als unser derzeitiges konventionelles Stromsystem. Aufgrund der Kostensenkungen werden Photovoltaik und Batteriespeicher die wichtigsten Pfeiler eines solchen 100-Prozent-Erneuerbaren-Systems sein.

Ein weltweites Elektrizitätssystem, das komplett auf erneuerbaren Energien basiert, schafft Versorgungssicherheit zu jeder Stunde über das komplette Jahr. Es ist dabei auch noch kosteneffizienter als das aktuelle Stromsystem, welches hauptsächlich auf fossilen Brennstoffen und Kernkraft basiert. Dies sind die Kernergebnisse der am Mittwoch auf der Klimakonferenz COP 23 in Bonn vorgestellten Studie „Globales Energiesystem basierend auf 100% Erneuerbarer Energie – Stromsektor“ der Lappeenranta University of Technology (LUT) und der Energy Watch Group (EWG). Die Berechnungen beziehen sich auf das Jahr 2050. Dann würden sich die mittleren globalen Stromkosten (LCOE) für ein erneuerbares Stromsystem auf 52 Euro pro Megawattstunde belaufen. Darin enthalten seien Kosten für die Abregelung, Speicherung und den Netzausbau. Im Vergleich dazu lagen die die mittleren Kosten weltweit 2015 bei etwa 70 Euro pro Megawattstunde liegen, wie es weiter hieß.

In der Studie wird prognostiziert, dass die Weltbevölkerung von 7,3 auf 9,7 Milliarden Menschen bis zur Mitte des Jahrhunderts anwächst. Daher werde auch der weltweite Energiebedarf im Energiesektor von 24.310 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2015 auf ungefähr 48.800 TWh im Jahr 2050 ansteigen. Der meiste Strom wird dabei von der Photovoltaik geliefert. In der Studie wird sie 69 Prozent Anteil am globalen Strommix haben, die Windenergie 18 Prozent, Wasserkraft acht und Bioenergie zwei Prozent.

Quelle: pv magazine, www.pv-magazine.de

12.7.2017: Märchen über und Propaganda gegen die Energiewende

Zu der Berichterstattung über die Meldung, dass das Bundesamt für Strahlenschutz die gesundheitlichen Folgen der Strahlung von Stromtrassen überprüft, erklärt der Vizepräsident von EUROSOLAR, Stephan Grüger MdL:

„Gestern hat die Propaganda gegen die Energiewende wieder einmal ein unerträgliches Maß angenommen. Die Meldung, dass das Bundesamt für Strahlenschutz die gesundheitlichen Folgen der Strahlung von Stromtrassen überprüft, wurde von den Medien wieder einmal zum Anlass genommen, Märchen über die Energiewende zu verbreiten. So wurde die Studie mit dem angeblich durch die Energiewende notwendigen massiven Netzausbau begründet. Andere Medien verbreiteten wieder das Märchen vom „Windstrom aus dem Norden“ der angeblich „in den Süden“ müsse.

Warum sind sich auch sogenannte Qualitätsmedien nicht zu schade, ohne jede Gegenrecherche die Propaganda von dem angeblich wegen der Energiewende nötigen Netzausbau und vom vermeitlichen Windstromüberschuss „im Norden“ weiterzuverbreiten?

Im energiewirtschaftlichen Norden Deutschlands, also nördlich der Linie Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen, gibt es gemessen am Stromverbrauch KEINEN Windstromüberschuss, auch nicht mit den aktuell geplanten Ausbauzielen für Offshore-Windkraft (Seatec). Es gibt damit also auch keine Notwendigkeit, Windstrom in den Süden Deutschlands zu bringen. Jeder kann das ganz einfach mit einem spitzen Bleistift auf einem Blatt Papier selbst nachrechnen, dafür braucht man nicht Ingenieur oder Naturwissenschaftler zu sein.

Wenn allerdings die vielen Kohle- und Braunkohlekraftwerke im Norden Deutschlands weiterlaufen sollen, gibt es einen Kohlestromüberschuss im Norden Deutschlands. Wenn dieser Kohlestrom den wegfallenden Atomstrom im Süden Deutschland ersetzen soll, sollte dies von denen, die das so seit Jahren planen, endlich auch einmal offen ausgesprochen werden. Es ist aber perfide, ja geradezu pervers, der Energiewende diese Kohlestrategie in die Schuhe zu schieben. Das Ziel der Energiewende ist aber 100 % #Erneuerbare Energien innerhalb einer Generation – also auch die Abschaltung aller Braun- und Steinkohlekraftwerke und damit die Eliminierung des Stromüberschusses im Norden Deutschlands. Daher ist der geplante massive Netzausbau völlig überzogen und NICHT in der Energiewende begründet. Dies gilt auch für die Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz.“

Quelle: EUROSOLAR e.V., www.eurosolar.de

26.06.2017: BMWi stockt Förderung für Batteriespeicher auf und zieht die Degression vor

Das Bundesministrium für Wirtschaft (BMWi) hat sich entschlossen das Fördervolumen so aufzustocken, daß voraussichtlich in diesem Jahr alle erwarteten Anträge bewilligt werden können. Rechnet man den bisherigen Verlauf von 3.200 geförderten Anträgen bis einschließlich mai auf das Gesamtjahr hoch, so wird die Zahl von 10.000 Förderanträgen vermutlich nicht überschritten.

Im gleichen Zuge veröffentlichte das BMWi die Mitteilung, daß die Absenkung der Fördersätze beschleunigt wird. So sinkt der Anteil an förderfähigen Kosten bereits zum 1.Oktober 2017 auf 13% und nicht wie geplant erst zum 1.Januar 2018. Ab 1.Januar 2018 beträgt Anteil an förderfähigen Kosten dann nur noch 10%. Ende 2018 läuft das Programm dann aus.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

13.3.2017: Erneuerbare lassen Atomstrom weit hinter sich

Photovoltaik, Windkraft und Biomasse werden immer preiswerter und produzieren in Deutschland mehr Strom, als es die Atomkraft je geschafft hat. Trotz steigenden Kosten und Risiken setzen viele EU-Länder jedoch weiterhin auf Atomenergie.

Noch laufen acht Atommeiler in Deutschland, aber schon jetzt produzieren die erneuerbaren Energien mehr als doppelt so viel Strom. Im vergangenen Jahr erreichte die Stromproduktion aus Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft und Biomasse mehr als 188 Terawattstunden, wie die Agentur für Erneuerbare Energien in einer Statistik am Freitag veröffentlichte.  Das ist mehr „als es die Atomkraft je geschafft hat“, erklärte der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer.

Dem Ökostromanbieter Lichtblick zufolge erhielt die fossile und Atomenergie seit 1970 eine finanzielle Förderung in Höhe von 460 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum sind die erneuerbaren Energien nur mit 126 Milliarden gefördert worden, wie der aktuelle Stand des Energiebarometers am Freitag zeigte. Nicht einberechnet seien dabei jedoch die „Ewigkeitslasten“ der fossilen und Kernenergie, wie beispielsweise die hohen Kosten für die Endlagerung des Atommülls.

Trotz aller Risiken und steigenden Kosten werde die Atomenergie in Europa weiterhin gefördert und sogar ausgebaut. Der AEE zufolge habe die EU-Kommission erst Anfang dieser Woche die staatlichen Hilfen Ungarns für zwei Großreaktoren an der Donau genehmigt. Das Unternehmen Areva aus Frankreich belasten durch die explodierenden Kosten beim Bau des Atomreaktors Olkiluoto in Finnland so hohe Schulden, dass sogar eine Zerschlagung durch den französischen Staat drohe. „Die Probleme der Unternehmen zeigen: Nicht nur für den Steuerzahler, sondern auch für die Privatwirtschaft droht mit der Atomkraft ein Milliardengrab“, erklärte Vohrer weiter.

Quelle: pv-magazine, www.pv-magazine.de

25.1.2017: Photovoltaik-Meilenstein: weltweit 300 Gigawatt installiert

Die Photovoltaik-Technologie setzt ihr globales Wachstum fort und erreicht mit einer insgesamt installierten solaren Kraftwerksleistung von 300 Gigawatt (GWp) einen weiteren Meilenstein ihrer Erfolgsgeschichte. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft heute in Berlin auf Basis eigener Berechnungen mit. Im abgelaufenen Jahr 2016 seien weltweit Solarstromanlagen mit einer Nennleistung von rund 70 Gigawatt hinzugekommen. Das sind rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr 2015. Allein die 2016 neu installierten Photovoltaik-Anlagen erzeugen rund 90 Terrawattstunden sauberen Solarstrom im Jahr. Damit ließen sich rein rechnerisch mehr als 25 Millionen zusätzliche Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden versorgen.

„Die Nutzung von Solarenergie hat in vielen Ländern der Welt an Fahrt aufgenommen. Weltweit wächst der Energiehunger und immer mehr Regierungen und Investoren entscheiden sich für saubere Energieformen“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). So habe Chinas Nationale Energiebehörde (NEA) den Bau von rund 100 Kohlekraftwerken mit einer Nennleistung von mehr als 100 Gigawatt gestoppt und zugleich im Jahr 2016 Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von rund 34 Gigawattpeak (GWp) installiert. Damit war das Reich der Mitte der größte Absatzmarkt, gefolgt von den USA mit rund 13 Gigawatt und Japan mit rund 9 Gigawatt. Auch in Indien entwickelt sich ein starker Photovoltaikmarkt, Prognosen erwarten 2017 einen Zubau von acht bis neun Gigawatt.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

15.12.2016: "Neue Kohlekraftwerke dienen dem Klimaschutz"

"Atomkraftwerke sind sicher“. „Erneuerbare Energien haben in Deutschland nichts zum Klimaschutz beigetragen“


„Einen von Menschen gemachten Klimawandel gibt es nicht“.
„Die deutschen Klimaziele müssen nicht angepasst werden, um die Pariser Ziele zu erreichen“.
„Windräder gefährden den Bestand von Vogelarten“.
„Die Erneuerbaren Energien treiben die Energiepreise nach oben“.
„Die EEG Novellen seit 2012 haben für die PV Verbesserungen gebracht“.

Alle diese Thesen und viele andere weit verbreitete, sind falsch und halten einem Faktencheck nicht stand. Dennoch findet man sie als gesetzte Meinung umfangreich im Internet, in den sozialen Medien, in den Kommentaren großer und kleiner Zeitungen, im Fernsehen und Rundfunk. Sie begründen politisches und unternehmerisches Handeln. Die Meinungsfreiheit als hohes und wichtiges Gut, deckt dies ab, egal ob die Thesen richtig oder falsch sind. Sie beeinflussen Wahlen und werden genau dafür gezielt benutzt.

Man kann heute alles sagen, egal ob wahr oder nicht. Es interessiert nur noch, ob man damit die Meinungshoheit erreicht. Die Meinungshoheit zu erlangen hat aber handfeste Interessen im Hintergrund: Wahlen zu gewinnen oder kritisierte oder unethische Geschäfte aufrecht zu halten. Kaum jemand hinterfragt noch Aussagen auf den Wahrheitsgehalt. Wenn sie oft genug in vielen Medien von Facebook, Twitter, Fernsehen und Zeitungen wiederholt
wurden, dann gelten sie plötzlich doch als Wahrheiten.

Es wird Zeit, dass sich wieder viel mehr Menschen mit Fakten auseinandersetzen und den Spiegel der Wahrheit all den Politikern wie Trump, Erdogan, Farages und Petry entgegenhalten, aber auch denen aus dem demokratischen Lager wie Gabriel, Seehofer und Merkel, wenn sie ihre Politik, wie im Klimaschutz und den letzten EEG Novellen geschehen, auf längst widerlegten Behauptungen und Meinungen aufbauen.

Vollständiger Artikel unter www.hans-josef-fell.de

Quelle: Hans-Josef Fell (Dezember 2016)

12.10.2016: Konventionelle Energien teurer als Erneuerbare

Wenn die versteckten Kosten für Kohle, Atom und Gas in den Strompreis eingerechnet würden, müssten Stromkunden 2017 auf jede verbrauchte Kilowattstunde eine „Konventionelle-Energien-Umlage“ von bis zu 10,8 Cent zahlen. Das hat das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace Energy berechnet. Laut FÖS summieren sich staatliche Fördergelder und gesellschaftliche Folgekosten für konventionelle Energieträger wie Kohle und Atom im kommenden Jahr voraussichtlich auf bis zu 38 Milliarden Euro. Diese Mehrkosten konventioneller Energiequellen seien damit etwa eineinhalb mal so hoch wie die Förderung für erneuerbare Energien, die auf der Stromrechnung als EEG-Umlage ausgewiesen werde.

„Obwohl der Anteil von Kohle und Atom im bundesdeutschen Strom-Mix schrumpft, sind die Kosten für diese schmutzigen und riskanten Energiequellen noch immer deutlich höher als die für den Ökostrom-Ausbau“, sagt Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei Greenpeace Energy. Daher sei eine ehrliche und faire Debatte darüber nötig, was Strom wirklich koste und wer diese Kosten in welchem Maße verursache. Kohle- und Atomindustrie würden beispielsweise von staatlichen Finanzhilfen, Förderungen und Steuervergünstigungen profitieren. Allein wegen der Ende 2016 auslaufenden Kernbrennstoffsteuer erhielten die Betreiber von Atomkraftwerken im kommenden Jahr eine Steuervergünstigung in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Außerdem, so Greenpeace Energy weiter, müssten die Energiekonzerne für einen Großteil der externen Kosten der konventionellen Stromerzeugung und deren Folgen nicht aufkommen, beispielsweise den Klimawandel sowie Umwelt- oder Gesundheitsschäden. Der größte Teil dieser Folgekosten werde auf die Allgemeinheit abgewälzt.

(Quelle: pv magazine, www.pv-magazine.de)

15.7.2016: Während der Sommerferien gibt es jeden Samstag jeweils um 14 Uhr Sonderfahrten für die ganze Familie mit dem Solarschiff Solarexplorer auf dem Werbellinsee.

Das Forschungsschiff ist für alle, die mehr über das Gewässer, Energie von der Sonne und die nachhaltige Nutzung dieses einmaligen Klarwassersees im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin erfahren möchten.

Ganz nebenbei wird Seeluft getankt und in einer wunderschönen Landschaft die Perspektive vom Land zum See gewechselt. In entspannter Atmosphäre an Bord entdecken wir die geheimnisvolle Welt des Werbellinsees. Denn als Märchenplatz schon von Theodor Fontane beschrieben, strahlt der See eine große Anziehungskraft aus.

Termine: Immer samstags um 14 Uhr am 30.7.2016, 6.8.2016, 13.8.2016, 20.8.2016, 27.8.2016 und 3.9.2016
Abfahrt am Steg beim Wassersportverein Altenhof an der Promende Nähe Badestelle
Tickets: Kinder 5 €, Erwachsene 10 €, Familien 15 €
Buchung und Information unter 0152 33 56 83 67 oder per E-Mail info@solar-explorer.de
(alle Angaben ohne Gewähr)

5.5.2016: Solarwirtschaft hat sehr gutes Image in der Bevölkerung

Der Energiemonitor 2016 des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft bescheinigt der Solarwirtschaft eine hohe Beliebtheit. Die Unterstützung für die Energiewende ist weiterhin sehr hoch. Politische Entscheidungen und die Blockadehaltung der Energieversorger aber auch hohe Kosten werden als die wichtigsten Gründe für den langsamen Ausbau der Erneuerbaren angesehen.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat Ende Januar 2016 rund 1.000 Bürger per Telefon zu ihrer Meinung bezüglich verschiedener Energiethemen befragt. Die Ergebnisse hat der Verband nun im sogenannten "BDEW Energiemonitor 2016" veröffentlicht.

Eine Frage bezog sich auf die Beliebtheit verschiedener Industrie- und Wirtschaftszweige in Deutschland. Ergebnis: Die Solarwirtschaft liegt gemeinsam mit der Wasserwirtschaft auf Platz 2. Nur das Handwerk ist noch beliebter. Zu den weniger beliebten Wirtschaftszweigen gehören zum Beispiel Versicherungen und Banken aber auch die Öl- und Chemieindustrie sowie Gas- und Stromversorger.

Politik und Energieversorger bremsen Energiewende aus

Die Energiewende halten 93 Prozent der rund 1.000 Befragten für „sehr wichtig“ (57 Prozent) oder „wichtig“ (36 Prozent). Nur 6 Prozent halten die Energiewende für „weniger wichtig“ oder „gar nicht wichtig“. Für 55 Prozent geht die Energiewende „zu langsam“ vonstatten, nur 8 Prozent sind der Meinung, dass die Wende „zu schnell“ ginge.

Als Gründe, warum der Ausbau erneuerbarer Energien zu langsam geschieht, vermuten 38 Prozent der Befragten, dass die Politik für die Verzögerungen verantwortlich ist, 25 Prozent sehen den Grund auch in der Blockade der Energieversorger. Die Kosten halten 29 Prozent der Befragten für einen Verzögerungsgrund.

(Quelle: pv magazine, www.pv-magazine.de)