Aktuelles

22.7.2020: Mitarbeiter gesucht! Wir brauchen Verstärkung.

Sie suchen neue Herausforderungen in einer zukunftsorientierten Branche? Wir bieten Perspektiven in einem dynamisch wachsenden Markt für erneuerbare Energie. Gestalten Sie mit uns gemeinsam die Energiewende. Aktuell haben wir zur kurzfristigen Einstellung folgende Stellenangebote:

- Projektplaner/in und Kundenbetreuer/in für Photovoltaikanlagen in Vollzeit oder Teilzeit
- Monteur/in und Servicetechniker/In für Photovoltaikanlagen bzw. thermische Solaranlagen
- Werkstudent/in - Praktikant/in im Bereich Photovoltaik

Wir bieten einen vielseitigen Arbeitsplatz in einer persönlich geprägten Arbeitsatmosphäre, nette Kollegen und ein freundliches Betriebsklima. Mit unserer Erfahrung aus über 25 Jahren Solartechnik sind wir einer der Solarpioniere in Berlin und Brandenburg. Durch handwerkliche Qualität und zuverlässige Arbeit haben wir uns einen beständigen Kundenstamm aufgebaut. Wir planen und installieren das gesamte Spektrum moderner und zukunftsorientierter Photovoltaik inkl. Batteriespeichern zur Steigerung des Eigenverbrauchs von Solarstrom, Netzersatzstromsystemen und Ladesäulen für Elektroautos.

Unsere aktuellen Stellenbeschreibungen im Detail:

Projektplaner/in und Kundenbetreuer/in für Photovoltaikanlagen (in Vollzeit oder Teilzeit)
- Ihr Aufgabengebiet:
Beratung, Auslegung und Angebotserstellung für Photovoltaikanlagen, Abwicklung von Kundenaufträgen. Planung von stationären Batteriesystemen und Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, Betreuung von Bestandskunden und Planung von Serviceeinsätzen.
- Unsere Anforderungen:
abgeschlossene technische Ausbildung, bevorzugt der Fachrichtung Regenerative Energien, Elektrotechnik, Versorgungstechnik, Energietechnik oder gleichwertig (auch Berufsanfänger)
- Wir erwarten:
strukturiertes Arbeiten, souveränes Auftreten, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, hohes eigenes und vertriebliches Engagement, fließende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, sicherer Umgang mit MS-Office Anwendungen, Führerschein Klasse 3 oder B

Monteur/in für Photovoltaikanlagen (in Festanstellung oder als Freiberufler/in)
- Ihr Aufgabengebiet:
Montage der Unterkonstruktion, der Verkabelung und der Module auf Schräg- / Flachdächern. Installation von Wechselrichtern, Batteriesystem zur Eigenverbrauchsoptimierung und Wallboxen zur Ladung von Elektrofahrzeugen
- Unsere Anforderungen:
abgeschlossene Ausbildung in einem Handwerksberuf (z.B. Dachdecker/in, Elektriker/in, Installateur/in oder ähnlich), Erfahrung in der Montage von PV-Anlagen ist von Vorteil aber auch Quereinsteiger möglich
- Wir erwarten:
Handwerkliches Geschick, Teamfähigkeit, sorgfältiges und genaues Arbeiten, Höhentauglichkeit, Führerschein Klasse 3 oder B

Werkstudent/in - Praktikant/in im Bereich Photovoltaik (mind. 3 Monate)
lerne alle Bereiche der Photovoltaik kennen: vom Erstgespräch beim Kunden bis zur Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage. Erstelle die Planung einer PV-Anlage entsprechend den Kundenvorstellungen, kalkulieren die Installation, bestelle das Material und installiere eine komplette Photovoltaikanlage immer unter Anleitung und Betreuung erfahrener Kollegen.
Wenn wir zueinander passen ist am Ende des Praktikums bzw. nach Abschluß des Studiums eine Übernahme in Festanstellung möglich.

Bewerbungsunterlagen gerne per Mail an: info@richtung-sonne.de
Ansprechpartner: Holger Freyer

Wir freuen uns auf Sie !

19.06.2020: Bundestag kippt Solardeckel

Nach monatelangem politischen Gezerre, das über weite Strecken einem schlechten Krimi glich, war es am gestrigen Abend gegen 19.00 Uhr endlich so weit: Mit den Stimmen von Union, SPD, Grünen und Linken kehrte der Deutsche Bundestag den 52 Gigawatt-Solardeckel mittels einer kleinen EEG-Änderung im Anhang zum Gebäudeenergiegesetz endlich in den Mülleimer der Geschichte.

In quasi letzter Minute ist es dem BSW gemeinsam mit vielen Unterstützern gelungen, damit einen Rückschlag für den Klimaschutz und einen massiven Markteinbruch im deutschen PV- und Speichermarkt zu verhindern.

Wie geht es nun weiter?

Mit der gestrigen Entscheidung des Bundestages dürfte der Rest der Entdeckelung nur noch eine Formsache sein. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird der Bundesrat am 3. Juli der Gesetzesänderung nun ebenfalls zustimmen. Hintergrund: Bei Änderungen des EEG hat die Länderkammer nur einfache Einspruchsrechte und die Mehrzahl der Ministerpräsidenten gehörten zudem zu den ersten, die bereits vor ein bis zwei Jahren vom BSW überzeugt werden konnten, dass der Solardeckel ersatzlos und unverzüglich zu streichen ist

Quelle: Bundesverbrand Solarwirtschaft e.V., www.solarwirtschaft.de, Pressemitteilung vom 19.6.2020

18.5.2020: Fällt jetzt der Solardeckel ?

Große Koalition will Solardeckel "unverzüglich aufheben"

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) begrüßt übereinstimmende Meldungen aus der großen Koalition und dem federführenden Bundeswirtschaftsministerium, dass der Förderdeckel für neue Solarstromanlagen (52 GW-Deckel) nunmehr „unverzüglich aufgehoben“ werden soll. Nach Einschätzung des BSW, der seit Jahren für den Fall des Solardeckels mit Nachdruck streitet, könnte es sich bei der gestrigen Einigung zwischen den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Carsten Linnemann (CDU/CDU) und Matthias Miersch (SPD) in dieser Frage tatsächlich endlich um den entscheidenden und lang ersehnten Durchbruch handeln. Zuvor hatte Mitte letzter Woche erneut die Bundeskanzlerin das Vorhaben aus dem Klimaschutzprogramm 2030 bekräftigt, den Solardeckel „schnellstmöglich“ zu streichen. Auch die Umweltministerkonferenz verlangte Ende letzter Woche erneut den Fall der Förderbeschränkung, nachdem der BSW in unzähligen Gesprächen mit den Spitzen von Bund und Ländern erneut dafür geworben hatte.

Die Union hatte die Streichung des 52 GW-Solardeckels bis zuletzt davon abhängig gemacht, dass eine Einigung mit dem Koalitionspartner zu angemessenen Abstandsregeln für Windkraftanlagen zur Wohnbebauung erzielt wird. In dieser über Monate mit der SPD und zwischen den Bundesländern strittigen Frage ist es gestern endlich zu einer Einigung gekommen, mit der dem Vernehmen nach auch die Windbranche und die betroffenen Länder leben können. Zuvor hatte es bereits zu Beginn des Jahres wiederholt nach einer Verständigung ausgesehen, diese war aber wiederholt am Widerstand einer der Stakeholder im Windkraft-Dissens gescheitert.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V., www.solarwirtschaft.de

4.5.2020: Internationale Energieagentur ruft eindringlich zum Ausbau der Erneuerbaren Energien auf

Sie schaffen Jobs, sind wettbewerbsfähig, krisenfest und zukunftstauglich.
„Der heute von der Internationalen Energieagentur IEA vorgestellte Report „Global Energy Review 2020“ kommt einem Paradigmenwechsel gleich. Noch nie hat die IEA mit solcher Dringlichkeit und Verve den Ausbau der Erneuerbaren Energien und anderer Zukunftstechnologien empfohlen. Die IEA ruft die Regierungen der Welt dringend dazu auf, zur Bewältigung der Krise und für eine zukunftsfähige Versorgung jetzt in saubere Technologien wie Erneuerbare Energien und Effizienz, in Batterien und Wasserstofftechnologien zu investieren“, so die Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie, Dr. Simone Peter, anlässlich der Vorstellung des Berichts der IEA.

Die Coronakrise habe den größten Schock im globalen Energiesystem seit dem 2. Weltkrieg verursacht und der Einbruch beim Energieverbrauch liege noch über dem der Weltwirtschaftskrise von 2008. Damit verbunden sei eine Abnahme der CO2-Emissionen um fast acht Prozent. Nur Erneuerbare Energien hätten in der bisherigen Bilanz für das Jahr 2020 zugenommen, vor allem dank der ansteigenden Einspeisung kosteneffizienten Ökostroms aus Wind- und Solaranlagen. CO2-freie Quellen würden ihren im Jahr 2019 erzielten Vorsprung in diesem Jahr weiter ausbauen und vor allem die Stromerzeugung aus Wind- und Sonne würde weiter wachsen, was sich negativ auf die Nachfrage nach Strom aus Kohle und Erdgas auswirke. Der Report mache auch klar, dass in den anderen Bereichen jenseits des Stromsektors noch erheblicher Nachholbedarf für Erneuerbare Energien bestehe. „Hier muss global nachgebessert werden, denn auch der Wärme-, Mobilitäts- und Industriesektor muss perspektivisch vollständig mit Erneuerbaren Energien versorgt werden“, so Peter.

Quelle: pv magazin, www.pv-magazine.de

25.2.2020: Das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) wird 20 Jahre alt

Als am 25. Februar 2000 - also vor mehr als 20 Jahren - der Beschluss für ein Erneuerbares-Energien-Gesetz (EEG 2000) gefasst wurde, glaubten nur wenige Parlamentarier an den bahnbrechenden Erfolg der Entscheidung. Skepsis und Vorurteile gegenüber Erneuerbaren Energien und der strikte Glaube an den sogenannten freien Markt beherrschten die Diskussionen. Dennoch wagte man den Sprung in die Zukunft. Innerhalb des nächsten Jahrzehnts - so schrieb es das EEG 2000 damals vor - sollte der Anteil Erneuerbarer Energieträger mindestens verdoppelt, besser aber verdreifacht werden. Auch dieses Zwischenziel schien für viele zu groß. Noch immer war man in der Argumentation verfangen, dass Erneuerbare nie einen wesentlichen Anteil der Stromversorgung einnehmen könnten.

Hier geht es zum vollständigen Artikel:
www.sfv.de/artikel/20_jahre_eeg_und_mehr.htm

Quelle: Solarenergie Förderverein Deutschland e.V. (SFV), www.sfv.de

18.12.2019: Erneuerbare Energien deckten 2019 fast 43 Prozent des deutschen Stromverbrauchs

Was für eine Steigerung: Vor zwei Jahren deckten die erneuerbaren Energien noch 36,3 Prozent des deutschen Stromverbrauchs, in 2018 waren es 38,2 Prozent. Im laufenden Jahr liegt der Anteil bei fast 43 Prozent – ein Plus von fast sieben Prozent innerhalb von nur zwei Jahren. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Etwas niedriger liegt der Anteil der erneuerbaren Energien, wenn man die Bruttostromerzeugung betrachtet: etwa 40 Prozent beträgt der Wert. Insgesamt wurden 2019 mehr als 244 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt.

Das ZSW verweist darauf, dass der Erneuerbare-Energien-Anteil künftig nicht mehr so stark wachsen wird, wenn es bei der Photovoltaik keine nennenswerten Fortschritte gibt  und es beim derzeitig faktisch gestoppten Zubau von Windenergieanlagen bleibt. Das würde die Transformation des Energiesystems deutlich verlangsamen und das Ziel von 65 Prozent Erneuerbare-Energien-Anteil bis 2030 in weite Ferne rücken lassen. Die Hemmnisse insbesondere beim Windkraftausbau müssen daher zügig beseitigt werden, so das ZSW.

Quelle: pv magazine, www.pv-magazine.de

29.11.2019: EU-Parlament ruft Klimanotstand aus

Rund zwei Drittel der Abgeordneten stimmten für die Resolution zur Ausrufung des Klima- und Umweltnotstandes und fordert sofortige Maßnahmen zur Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels. Die EU sollte sich auf der UN-Konferenz dazu verpflichten, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2050 auf null zu senken, so das Parlament.

Es soll ein Signal an die nächste Woche beginnende UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid sein. Am Donnerstag verabschiedete das EU-Parlament eine Resolution, mit der es den Klima- und Umweltnotstand ausruft. Darin wird die EU-Kommission aufgefordert, alle relevanten Gesetzes- und Haushaltsvorschläge vollständig mit dem Ziel, die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, in Einklang zu bringen. 429 der anwesenden 673 Parlamentarier stimmten dafür, 225 dagegen bei 19 Enthaltungen.

Quelle: pv magazin, www.pv-magazine.de

7.9.2019: Erneuerbare liegen vor fossilen Quellen zur Stromerzeugung

Seit März 2019 erzeugen in Deutschland die erneuerbaren Energien Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft und Biomasse mehr Strom als die fossilen Energieträger Kohle, Öl und Gas. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Fraunhofer ISE.

Erneuerbare Energieträger steuerten den Energy Charts des Fraunhofer ISE zufolge im August 17,23 Terawattstunden zur Nettostromerzeugung in Deutschland bei. Damit haben Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft und Biomasse in Deutschland im sechsten Monat in Folge mehr Strom erzeugt als fossile Energieträger – im vergangenen Jahr war dies dagegen lediglich im April, Mai und Dezember der Fall. Auf Kohle, Öl und Gas entfielen im August 2019 laut Energy Charts 15,16 Terawattstunden. Zudem trug die Atomkraft mit 5,51 Terawattstunden zur Nettostromerzeugung bei. Der Anteil der Erneuerbaren an der Nettostromerzeugung lag damit im August bei 45,3 Prozent.

Quelle: pv-magazine, www.pv-mgazine.de

12.4.2019: Retten uns die Kinder?

Jetzt haben sich 28.000 Wissenschaftler aus der ganzen Welt hinter die Kinder und Jugendlichen gestellt, die Freitag für Freitag für ein gutes Klima demonstrieren. Zudem ist soeben eine Studie der Technnischen Universität Lappeeranta (LUT) in Finnland erschienen, welche die konkreten Forderungen der jungen Demonstranten für realisierbar hält: 100 Prozent erneuerbare Energien, CO2-Steuer auf Kohle, Benzin, Gas und Öl, Ende der Subventionen für fossile, umweltschädliche Rohstoffe. In Deutschland Kohleausstieg bis 2030.

Die neue LUT-Studie, die zusammen mit dem deuttschen Umweltnetzwerk Energy Watch Group erstellt wurde, zeigt, dass der komplette Umstieg auf erneuerbare Energien in 20 bis 30 Jahren möglich ist – und zwar weltweit, zu jeder Jahreszeit und bei Tag und Nacht.

Christian Breyer, Professor für Solarwirtschaft an der LUT und Leiter der Studie, sagt: „ Unsere Studie zeigt, dass Greta Thunberg und ihre jungen Freunde Recht haben.“

Sowohl deutsche Bedenkenträger wie auch Klimaskeptiker in der ganzen Welt oder die deutsche AFD oder US-Präsident Trump können sich jetzt nur noch schämen. Denn auch das renommierte deutsche Fraunhofer-Institut kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Ob sie alle jetzt endlich in der Lage sind, von Kindern zu lernen?

Ähnliche wissenschaftliche Studien mit entsprechenden Ergebnissen gab es auch schon früher. Aber: An der neuen Studie haben die Wissenschaftler viereinhalb Jahre gearbeitet. Sie haben die Welt erstmals in 145 Regionen aufgeteilt und die Wind- und Wetterverhältnisse sowie die Wasservorkommen verglichen. Die Forscher nutzten stundengenaue Wetterdaten. Sie haben Engpässe mit bedacht und prognostiziert wie diese ausgeglichen werden können.

Energiewende kostet, aber keine Energiewende kostet die Zukunft.

Die Studie zeigt auch, dass Deutschland überwiegend mit Sonnen- und mit Windenergie versorgt werden kann – Länder wie Österreich, die Schweiz, Norwegen oder Schweden weitgehend mit Wasserkraft. Alles hängt jetzt vom politischen Willen der Regierenden ab.

Diese LUT-Studie ist den jungen Klimademonstranten gewidmet. Der heutige globale Energiemix sieht noch so aus: Knapp 80 Prozent Kohle, Gas und Öl, 5 Prozent Atomenergie und um die 15 Prozent Erneuerbare Energie. Künftig soll nach den LUT-Prognosen der Energiemix so werden: 70 Prozent Solarenergie, 18 Prozent Windkraft, 5 Prozent Bioenergie, 3 Prozent Wasserkraft, 2 Prozent Geothermie und 2 Prozent Meeresenergie.

2018 hatte Deutschland bereits 40 Prozent Ökostrom, im Februar 2019 wurden hierzulande schon 66 Prozent Ökostrom produziert. Die Emissionen im Verkehr und bei der Wärmerzeugung sind in Deutschland noch das große Problem.

Die Kinder und Jugendlichen werden als Klimarebellen noch viele Freitage demonstrieren müssen bis erwachsene Politiker endlich ihre Klima-Hausaufgaben machen.  Bisher wurden die Kinder noch nicht ernst genommen. Aber immerhin haben sie schon jetzt mit konkreten Forderungen neuen Schwung in die alte Klima-Debatte gebracht.

Taktische Polit-Spielchen wird sich die neue Klima-Generation „Greta“ nicht mehr gefallen lassen. Sie meint es ernst. Und sie will solange protestieren und demonstrieren, bis die Politik endlich und wirklich handelt. Es geht um nichts weniger als um einen Kulturwandel, bei dem die neue Klimabewegung endlich die Hegemonie gewinnt.

Quelle: Franz Alt, www.sonnenseite.com

2.1.2019: Mitarbeiter gesucht! Wir suchen Verstärkung für unser Team!

Sie wollen sich beruflich verändern und suchen neue Herausforderungen in einer wachsenden, zukunftsorientierten Branche? Dann senden Sie uns Ihre Berwerbung und werden Sie Teil der Energiewende.

Unsere aktuellen Stellenangebote:

Monteur für Photovoltaikanlagen (in Festanstellung oder als Freiberufler)
- Ihr Augabengebiet:
Montage der Unterkonstruktion, der Verkabelung und der Module auf Schräg- / Flachdächern. Installation von Wechselrichtern, Batteriesystem zur Eigenverbrauchsoptimierung und Wallboxen zur Ladung von Elektrofahrzeugen
- Unsere Anforderungen:
abgeschlossene Ausbildung zum Dachdecker, Elektriker oder gleichwertig, Erfahrung in der Montage von PV-Anlagen ist von Vorteil aber auch Quereinsteiger möglich
- Wir erwarten:
Teamfähigkeit, sorgfältiges und genaues Arbeiten, Höhentauglichkeit, Führerschein Klasse 3 oder B

Werkstudent/in - Praktikant/in im Bereich Photovoltaik (mind. 3 Monate)
lerne alle Bereiche der Photovoltaik kennen: vom Erstgespräch beim Kunden bis zur Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage. Erstelle die Planung einer PV-Anlage entprechend Kundenvorstellung, kalkulieren die Installation, bestelle das Material und installiere eine komplette Photovoltaikanlage immer unter Anleitung und Betreuung erfahrener Kollegen.
Wenn wir zueinander passen ist am Ende des Praktikums bzw. nach Abschluß des Studiums eine Übernahme in Festanstellung möglich.

Bewerbungsunterlagen gerne als PDF per Mail an: info@richtung-sonne.de
Wir freuen uns auf Sie !

6.11.2018: Erneuerbare erreichen 38 Prozent Anteil und liegen fast gleichauf mit Kohlekraftwerken

Im Januar, April und Mai lag der Anteil von Photovoltaik, Windkraft und Co. angesichts günstiger Witterungsbedingungen sogar bei 43 Prozent am Bruttostromverbrauch. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet erwartet BDEW und ZSW bei durchschnittlichen Windbedingungen, dass der Anteil bei 38 Prozent bleiben wird. Den größten Zuwachs in diesem Jahr bisher verzeichnete die Photovoltaik.

Nach drei Quartalen haben die erneuerbaren Energien in Deutschland einen Anteil von 38 Prozent am Bruttostromverbrauch erreicht. Dies seien drei Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum, teilten das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nach ersten Auswertungen am Freitag mit. Aufgrund der guten Windbedingungen und hohen Zahl an Sonnenstunden habe der Anteil der Photovoltaik, Windkraft und Biomasse in den Monaten Januar, April und Mai sogar einen Anteil von 43 Prozent erreicht. Nach den Erwartungen von ZSW und BDEW wird der Anteil für das Gesamtjahr ebenfalls bei 38 Prozent liegen, wenn das Winddargebot im vierten Quartal dem Durchschnitt der vergangenen Jahre entspricht.

Nach den vorläufigen Zahlen erzeugten die Photovoltaik-, Windkraft- und anderen erneuerbaren Anlagen in den ersten drei Quartalen zusammen fast 170 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom. Dies entspricht nahezu der Stromerzeugung aus den Braun- und Steinkohlekraftwerken, die auf rund 172 Milliarden Kilowattstunden kamen. Die Erneuerbaren-Erzeugung stieg damit um fast zehn Prozent, während die Kohlekraftwerke knapp sieben Prozent weniger produzierten.

Den größten Sprung gegenüber dem Vorjahr verzeichnete die Photovoltaik. Die Anlagen erzeugten fast 16 Prozent mehr Solarstrom als im Vorjahreszeitraum und kamen auf mehr als 41 Milliarden Kilowattstunden, was einem Anteil von neun Prozent am Bruttostromverbrauch gleichkommt. Die stärkste erneuerbaren Energiequelle in Deutschland bleibt weiter die Windkraft an Land. Auch hier ist ZSW und BDEW zufolge ein Zuwachs um 13 Prozent auf 63 Milliarden Kilowattstunden zu verzeichnen gewesen. Die Plätze hinter der Photovoltaik gehen an die Biomasse und die Wasserkraft. Während die Erzeugung aus Biomasse ganz leicht stieg, litten die Wasserkraftwerke unter der langanhaltenden Dürreperiode und erzeugten fast zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Quelle: pv-magazine, www.pv-mgazine.de

5.11.2018: Verein Sonneninitiative bringt Verfassungsklage gegen EEG-Umlage auf den Weg

Der Verein Sonneninitiative hat gemeinsam mit Anwalt Peter Becker eine Klage gegen die Umlage beim Landgericht Marburg gegen Amprion eingereicht. Der Übertragungsnetzbetreiber bezieht die EEG-Umlage bei den Bürgersolarparks des Vereins Sonneninitiative ein. Die Richter sollen prüfen, ob die Besondere Ausgleichsregelung bei der EEG-Umlage für energieintensive Unternehmen und Schienenbahnen rechtmäßig ist. Daran haben sowohl der Verein als auch der Energierechtler Peter Becker Zweifel und halten diese für verfassungswidrig. Erst nach der Entscheidung der Marburger Richter kann das Fall dann dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung vorgelegt werden, wie der Verein Sonneninitiative am Donnerstag veröffentlichte. Voraussetzung dafür sei, dass das Landgericht die Zweifel teilt. Ansonsten will der Verein Revision einlegen.

Nach Einschätzung des Vereins und des Energierechtlers wird die EEG-Umlage durch die Ausnahmeregelungen um 1,6 Cent pro Kilowattstunde erhöht. Diese Kosten – rund 20 Prozent der derzeitigen EEG-Umlage – müssen die übrigen Stromverbraucher, also vor allem Privathaushalte und Mittelständler, zahlen. Diese Besondere Ausgleichsregelung verstößt nach Ansicht des Vereins und Beckers sowohl gegen Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes (Gleichheitsgrundsatz) und gegen EU-Recht (Beschluss vom 10.5.2016).

„Generell ist nichts dagegen zu sagen, wenn der Staat, vertreten durch die Bundesregierung, bestimmte notleidende Wirtschaftszweige unterstützen möchte“, erklärt Vereinssprecher Christian Quast. Dies sei allerdings eine Beihilfe, die von der EU überwacht werde. Im Fall der Vorgängerregelung der Besonderen Ausgleichsregelung sei das Gericht der Europäischen Union am 10. Mai 2016 bereits zu dem Schluss gekommen, dass diese eine verbotene Beihilfe ist. Die Bundesregierung hatte daraufhin nachgebessert und auch die beihilferechtliche Genehmigung aus Brüssel erhalten.

Auf der Website „www.eeg-klage.de“ informiert der Verein über den Stand des Prozesses. Dort können sich auch Unterstützer melden. Allen Betreibern, die Strom aus Photovoltaik-Anlagen an Dritte vor Ort verkaufen und deshalb an Netzbetreiber EEG-Umlage abführen müssen, rät der Verein, dies nur unter Vorbehalt zu tun. In diesem Fall könnten sie Rückzahlungen fordern, wenn die Richter zur Einschätzung kommen, dass die Besondere Ausgleichsregelung verfassungswidrig ist.

Quelle: pv-magazine, www.pv-magazine.de

23.10.2018: Klimabilanz der Elektromobilität wird immer besser

Selbst mit Normalstrom verursachen Elektroautos inzwischen deutlich weniger Kohlendioxid-Emissionen als Benzin- oder Diesel-Pkw. Das liegt am steigenden Anteil erneuerbarer Energien wie der Photovoltaik.

Fast 60 Prozent weniger Kohlendioxid-Emissionen als Benzin- oder Dieselfahrzeuge – das ist die aktuelle Klimabilanz des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für Elektrofahrzeuge. Demnach verursacht ein Elektroauto, das mit Normalstrom fährt, bei einer jährlichen Fahrleistung von 14.300 Kilometern 1,06 Tonnen CO2 pro Jahr. Bei gleicher Fahrleistung liege der CO2-Ausstoß beim Fahren mit Super-Benzin bei 2,52 Tonnen jährlich, beim Einsatz von Diesel bei 2,56 Tonnen.

Der BDEW hat für seine Berechnungen den bundesdeutschen Strommix des Jahres 2017 herangezogen. In dem Jahr lag der Anteil der erneuerbaren Energien an der Nettostromerzeugung bei 36,5 Prozent, während Braun- und Steinkohle 38,1 Prozent beitrugen, Erdgas 10,2 Prozent und Kernenergie 12,7 Prozent. Der Verband weist darauf hin, dass der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix weiter stark steigen wird, 2018 wahrscheinlich auf knapp 40 Prozent. Da gleichzeitig der Anteil der Kohle an der Stromerzeugung kontinuierlich zurückgehe, werde die Klimabilanz von Elektroautos immer besser. Und wer regenerativ erzeugte Strom tanke, reduziere die CO2-Emissionen der Tankfüllung auf null.

Quelle: pv-magazine, www.pv-magazine.de

11.10.2018: Studie: HTW Berlin sieht großes Potenzial für Photovoltaik in der Hauptstadt

Die Berliner Forscher haben die Gebäude auf ihre Eignung für Photovoltaik-Anlagen untersucht. Bislang liegt der Anteil von Solarstrom in der Hauptstadt bei 0,5 Prozent, soll langfristig aber auf 25 Prozent steigen.

Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 sieht die Entwicklung des Masterplans Solarcity vor, der den Anteil der Solarenergie an der Stromversorgung von derzeit etwa 0,5 auf 25 Prozent erhöhen soll. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin hat am Mittwoch eine neue Solarpotenzialstudie für die Hauptstadt veröffentlicht. Darin werde gezeigt, welche Gebäude in Berlin sich für Solaranlagen eignen und mit welchen Einschränkungen zu rechnen ist. Für die Forscher steht dabei fest, dass sich dieses Ziel nur umsetzen lässt, wenn die Politik langfristig auch ordnungspolitische Maßnahmen umsetzt. Freiwillige Anreize würden voraussichtlich nicht ausreichen.

„Um den heutigen Stromverbrauch Berlins zu einem Viertel mit Solarenergie zu decken, müssten wir ab sofort jedes Jahr so viele Anlagen neu bauen, wie wir insgesamt in den letzten 20 Jahren errichtet haben“, sagt Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin. Eine Steigerung des Photovoltaik-Zubaus um den Faktor zehn sei dafür notwendig. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass der Stromverbrauch in den kommenden Jahren durch die Elektromobilität wahrscheinlich auch noch weiter steigen werde, so Quaschning weiter. Der Studie zufolge muss für das Ziel eines Photovoltaik-Anteils von 25 Prozent die installierte Leistung bei gleichbleibendem Stromverbrauch von 100 auf 4000 Megawatt erhöht werden.

Link zur Studie: https://pvspeicher.htw-berlin.de/potenzialstudieberlin/

Quelle: pv-magazine, www.pv-magazine.de

2.7.2018: Keine EEG-Umlage mehr bei Eigenverbrauch von Photovoltaik-Anlagen bis 30 KW ?

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich bei den Verhandlungen über die Erneuerbare-Energien-Richtlinie geeinigt, dass der Eigenverbrauch aus PV-Anlagen bis 30 Kilowatt Leistung nicht zusätzlich mit der EEG-Umlage belastet werden darf. Auch eine Doppelbelastung von gespeichertem Strom soll nach dem Willen der EU künftig vermieden werden.

Es sei in diesem Zusammenhang daran erinnert, dass der Eigenverbrauch ALLER konventionellen Kraftwerke (auch der Großkraftwerke) der konventionellen Stromwirtschaft von der Zahlung der EEG-Umlage befreit ist. Diese Diskriminierung bleibt.

Alle Mitgliedsstaaten haben nach Veröffentlichung im EU-Amtsblatt nun 18 Monate Zeit, die EE-Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

Quelle: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV), www.sfv.de

14.5.2018: Solarverein klagt in Karlsruhe – Unterstützer gesucht

Solarenergieförderverein (SFV) aus Aachen hat vor wenigen Tagen eine Verfassungsbeschwerde gegen die Bundesregierung auf den Weg gebracht. Professor Volker Quaschning aus Berlin ist der Klage als Einzelkläger beigetreten. Nun werden weitere Unterstützer gesucht.

Die Verfassungsbeschwerde wirft der Bundesregierung vor, das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit zu verletzen. Die Regierung vernachlässige die notwendigen Anstrengungen zum Klimaschutz.

Dass nun auch Volker Quaschning die Klage unterstützt, verleiht den langjährigen Forderungen vieler Umweltverbände nach Beschleunigung der Energiewende zusätzlichen Nachdruck und Kompetenz. Denn der Berliner Professor hat mit zahlreichen Studien belegt, dass die Umstellung der Energieversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energien möglich ist.

Der SFV wird die Erstellung der Beschwerdeschrift finanzieren. Die Kosten belaufen sich auf mindestens 20.000 Euro, können sich aber leicht verdoppeln. Der Gegenstand der Klage verlangt hohen juristischen Sachverstand, Juristen erledigen solche Aufgaben natürlich nicht nur ehrenamtlich. Deshalb ist der SFV auf Spenden angewiesen:

Spende an Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.
Pax Bank e.G., Aachen
BLZ: 370 601 93, Konto: 1005 415 019
IBAN: DE16 3706 0193 1005 4150 19
BIC: GENODED1PAX

Verwendungszweck: "Spende für Verfassungsbeschwerde"
Bitte Name und Adresse für die Spendenquittung angeben.

Quelle: photovoltaik, www.photovoltaik.eu

29.3.2018: Berlin wehrt sich gegen Erleichterungen für Eigenverbraucher

Die Bundesregierung blockiert in Brüssel Verhandlungen über eine Vereinfachung der Regelungen für den Eigenverbrauch von Solarstrom. Berlin hat Angst, dass dann die Sonnensteuer wegfallen muss.

Die Bundesregierung lehnt Erleichterungen für den Eigenverbrauch von Solarstrom ab. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine entsprechende Anfrage der Abgeordneten von B90/Grüne, Julia Verlinden, hervor. Damit blockiert auch die neue Bundesregierung nicht nur die Energiewende in Deutschland, sondern auch in Europa.

Denn das Europäische Parlament hatte den Vorschlag gemacht, in der gesamten EU den Eigenverbrauch von Solarstrom zu vereinfachen. Ohne diskriminierende oder unverhältnismäßige Verfahren und Gebühren soll jeder seinen selbst produzierten Strom verbrauchen dürfen. Die Parlamentarier in Straßbourg gehen sogar noch weiter. Jeder solle seinen überschüssigen Strom sogar ohne bürokratische Hürden und Sonderkosten an Dritte über einen Stromliefervertrag verkaufen dürfen.

Berlin lehnt ein solches Ansinnen rigoros ab. „Die Bundesregierung spricht sich gegen das Verbot von Steuern, Umlagen und Abgaben aus, die nicht kostenorientiert (‚cost-reflective‘) sind“, schreibt Staatssekretär Rainer Baake im Auftrag des Bundeswirtschaftsministers. „Unter dieses Verbot könnte insbesondere die EEG-Umlage fallen. Es ist aus Sicht der Bundesregierung für die Finanzierung der Energiewende wichtig, dass jeder einen angemessenen Beitrag zur Finanzierung des Gesamtsystems leistet.“

Für Verlinden ist das ein ganz klares Indiz, dass die Bundesregierung der Bürgerenergie weiter Steine in den Weg rollen will. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für die vielen engagierten Bürger, ohne die die Energiewende im Stromsektor niemals so erfolgreich gewesen wäre“, kritisiert sie die Blockadehaltung der Bundesregierung bei den Verhandlungen in Brüssel.

Quelle: www.photovoltaik.eu

2.3.2018: Über 100 Städte weltweit werden schon mit über 70 Prozent Ökostrom versorgt

Die kommunale Bewegung für den Klimaschutz mit erneuerbaren Energien nimmt weltweit Fahrt auf. Wie Clean Technica berichtet, gibt es aktuell weltweit schon über 100 zum Teil große Städte, die schon mit mehr als 70 Prozent Ökostromversorgung auf einem guten Weg zu 100 Prozent erneuerbaren Energien sind. Über 40 Städte haben sogar schon eine Vollversorgung mit 100 Prozent Ökostrom erreicht.

Beschämend für Deutschland: keine einzige deutsche Stadt in dieser Liste der erfolgreichen Klimaschutzstädte liegt im Land des einstigen Vorreiters für erneuerbare Energien. Es wird Zeit, dass in Deutschland, wo es im letzten Jahrzehnt viele kommunale Beschlüsse für 100 Prozent erneuerbare Energien gab, wieder eine neue offensive Dynamik entfacht wird. Kommunen könnten sehr wohl die Anti-Klimaschutzpolitik der Bundesregierungen unter Kanzlerin Merkel überwinden und Deutschland wieder zum Vorreiter machen.

Ganz anders ist die Dynamik für 100 Prozent erneuerbare Energien in Großbritannien: Heute haben 80 britische Städte verkündet, 100 Prozent erneuerbare Energien bis spätestens 2050 zu verwirklichen, darunter Manchester, Birmingham, Newcastle, Glasgow und 16 Londoner Stadtteile.

Unter den erfolgreichen 40 Städten, die schon 100 Prozent Ökostrom verwirklicht haben, sind Burlington in den USA, Reykjavik in Island und Basel in der Schweiz.

Zu den erfolgreichen Städten, die schon einen Anteil von über 70 Prozent an erneuerbaren Energien verwirklicht haben, gehören neben großen Städten in den Industrienationen wie Vancouver, Montreal, Wellington, Porto, Bozen oder Stockholm auch besonders viele Städte in Entwicklungs- und Schwellenländern. Aus Afrika sind Hauptstädte wie Nairobi (Kenya), Dar es Salaam (Tanzania) vertreten. Erstaunlich viele Städte aus Brasilien finden sich ebenfalls in der Liste.

Hier geht es zur Liste: https://www.cdp.net/en/cities/world-renewable-energy-cities

Quelle: pv-magazine, www.pv-magazine.de

7.1.2018: Energy-Charts: Nettostromerzeugung aus Erneuerbaren 2017 bei 38,3 Prozent

Gleich zu Jahresbeginn haben die Wissenschaftler von Energy-Charts am Fraunhofer ISE die Nettostromerzeugungsdaten für 2017 ausgewertet. Demnach haben die erneuerbaren Energiequellen im vergangenen Jahr etwa 210 Terawattstunden zur öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland beigetragen. Dies seien 15 Prozent mehr als noch 2016. Die erneuerbaren Energien erreichten damit einen Anteil von 38,3 Prozent an der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland, so Bruno Burger, der die Energy-Charts am Fraunhofer ISE verantwortet. Ihr Anteil an der gesamten Bruttostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der „Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“ betrage etwa 35 Prozent.

Die in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen hätten im vergangenen Jahr 38,4 Terawattstunden ins öffentliche Netz eingespeist. Dies ist Burger zufolge knapp ein Prozent mehr als 2016, liegt allerdings unter dem Rekord von 38,7 Terawattstunden aus dem Jahr 2015. Die maximale Solarleistung sei mit 28 Gigawatt am 27. Mai um 13 Uhr im vergangenen Jahr erreicht worden. Zu diesem Zeitpunkt habe die Photovoltaik einen Anteil von 42 Prozent an der Stromerzeugung erreicht. Nach Burgers Auswertung lag die monatliche Stromerzeugung der Photovoltaik-Anlagen im Juni höher als jene der deutschen Steinkohlekraftwerke.

Wesentlich für den Anstieg des Erneuerbaren-Anteil sei jedoch die Windkraft. Sie legte um etwa 32 Prozent auf 104 Terawattstunden im vergangenen Jahr zu. Der Anteil der Windkraft an Land daran lag bei 85 Terawattstunden – 20 Terawattstunden mehr als 2016. Die Offshore-Windkraft steigerte die Produktion von 12 auf 17,4 Terawattstunden. Hinter der Braunkohle sei die Windkraft damit erstmals die zweitwichtigste Stromquelle in Deutschland gewesen, so Burger in seiner Auswertung. In zehn der zwölf Monate 2017 habe sie die Erzeugung aus Steinkohle und Kernenergie übertroffen. Die maximal erzeugte Leistung sei am 28. Oktober um 20:15 Uhr mit rund 40 Gigawatt erreicht worden.

Gemeinsam hätten die Photovoltaik- und Windkraftanlagen im vergangenen Jahr damit rund 142 Terawattstunden produziert. In Summe lagen sie damit erstmals vor Braunkohle, Steinkohle und Kernenergie.

Quelle: pv magazine, www.pv-magazin.de

9.11.2017: Studie: 100% Erneuerbare weltweit sind kostengünstig machbar

Eine Stromversorgung – basierend rein auf Photovoltaik, Windkraft und Co. – lässt sich bis 2050 realisieren. Nach einer auf der Klimakonferenz COP23 vorgestellten Studie wäre es auch kostengünstiger als unser derzeitiges konventionelles Stromsystem. Aufgrund der Kostensenkungen werden Photovoltaik und Batteriespeicher die wichtigsten Pfeiler eines solchen 100-Prozent-Erneuerbaren-Systems sein.

Ein weltweites Elektrizitätssystem, das komplett auf erneuerbaren Energien basiert, schafft Versorgungssicherheit zu jeder Stunde über das komplette Jahr. Es ist dabei auch noch kosteneffizienter als das aktuelle Stromsystem, welches hauptsächlich auf fossilen Brennstoffen und Kernkraft basiert. Dies sind die Kernergebnisse der am Mittwoch auf der Klimakonferenz COP 23 in Bonn vorgestellten Studie „Globales Energiesystem basierend auf 100% Erneuerbarer Energie – Stromsektor“ der Lappeenranta University of Technology (LUT) und der Energy Watch Group (EWG). Die Berechnungen beziehen sich auf das Jahr 2050. Dann würden sich die mittleren globalen Stromkosten (LCOE) für ein erneuerbares Stromsystem auf 52 Euro pro Megawattstunde belaufen. Darin enthalten seien Kosten für die Abregelung, Speicherung und den Netzausbau. Im Vergleich dazu lagen die die mittleren Kosten weltweit 2015 bei etwa 70 Euro pro Megawattstunde liegen, wie es weiter hieß.

In der Studie wird prognostiziert, dass die Weltbevölkerung von 7,3 auf 9,7 Milliarden Menschen bis zur Mitte des Jahrhunderts anwächst. Daher werde auch der weltweite Energiebedarf im Energiesektor von 24.310 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2015 auf ungefähr 48.800 TWh im Jahr 2050 ansteigen. Der meiste Strom wird dabei von der Photovoltaik geliefert. In der Studie wird sie 69 Prozent Anteil am globalen Strommix haben, die Windenergie 18 Prozent, Wasserkraft acht und Bioenergie zwei Prozent.

Quelle: pv magazine, www.pv-magazine.de