Aktuelles

3.Dezember 2014: Eine neue Energiewelt entsteht

Vattenfall will sich von der Braunkohle verabschieden, E.on muss sich auf Erneuerbare Energien und Energie-Service konzentrieren, RWE denkt darüber nach, ob sich Kohlekraftwerke noch rechnen und EnBW hat schon früher eine Umstrukturierung auf Ökoenergien angekündigt.

Gute Zeiten für die Energiewende! Auch die großen alten Energiekonzerne müssen umdenken und umhandeln. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren – wem denn sonst?

Alle alten Energieträger sind Auslaufmodelle, die zudem durch Klimawandel und nukleare Entsorgung immer höhere Kosten verursachen. Bei erneuerbaren Energien hingegen entstehen keine Brennstoffkosten , überschaubare Entsorgungsprobleme und durch zunehmende Massenproduktion der Techniken immer günstigere Energiepreise. Inzwischen wird auch weltweit das meiste Geld in erneuerbare Energien investiert.

Auch Klimapolitik funktioniert nach Marktgesetzen. Riesige Billionen-Summen werden in den nächsten Jahren weltweit in Erneuerbare-Energie-Systeme, in ökologisches Bauen und in nachhaltige Verkehrssysteme gesteckt werden. Dafür werden die Weichen jetzt gestellt. Die Supermächte USA, China und Indien haben in den letzten Monaten riesige Investitionssummen in Ökoenergien angekündigt.

China wird durch Kohlekraftwerke in Zukunft zwar noch viel mehr CO2 emittieren als heute – zumindest bis 2030 – aber zugleich die Erneuerbaren viel schneller ausbauen als Europa. Germanwatch sieht bereits eine „Energierevolution“ in China.

Auf der Weltklima-Konferenz in Lima beschwören jetzt wieder alle den Klimaschutz. Wer das wirklich ernst meint,  muss auch rasch aus Kohle, Gas und Öl austeigen. Wir müssen aus Verantwortung vor künftigen Generationen das Gros der fossilen Rohstoffe dort lassen, wo sie die Natur vorgesehen hat: in der Erde.

Und jetzt die schlechte Nachricht: Die alten Energiekonzerne versuchen – wie soeben E.on - ihre Altlasten aus Atom und Kohle, auf Kosten der Steuerzahler los zu werden. Also wird der Ramsch an eine „Bad Bank“ ausgelagert – nach dem Vorbild der Pleite-Banker. Und wenn diese „neue“ Firma eines Tages bankrott ist, dann sollen die Steuerzahler haften – wer denn sonst?

Gute Zeiten – schlechte Zeiten!

(Quelle: Franz Alt, www.sonnenseite.com)

24.Oktober 2014: Erneuerbare deckten 28 Prozent des Stromverbrauchs

Nach Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft waren in den ersten neun Monates dieses Jahres Strom- und Gasverbrauch rückläufig. Der benötigte Strom kam zu 28 Prozent aus erneuerbaren Quellen.

Der Stromverbrauch hat sich den BDEW-Schätzungen zufolge im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres von 412 auf 396 Milliarden Kilowattstunden verringert. Hauptgründe seien die schwache Konjunktur energieintensiver Industrien und die im Vergleich zu 2013 insgesamt mildere Witterung, außerdem Sparmaßnahmen bei den Verbrauchern sowie Effizienzsteigerungen. Gleichzeitig hätten der weitere Zubau und die günstigen Witterungsbedingungen die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ansteigen. Diese hätten in den ersten neun Monaten dieses Jahres den Stromverbrauch Deutschlands zu 28 Prozent gedeckt.

(Quelle: pv magazine, www.pv-magazine.de)

9.September 2014: Energieversorger haben Angst vor Sonnenfinsternis

Es ist schon irgendwie verrückte Welt. Erst wollen uns die Energieversorger jahrelang einreden, daß Solartechnik, speziell die Photovoltaik, zu teuer und zu ineffizient ist, dann schadete zuviel Solarstrom dem deutschen Stromnetzen und führte zu gigantischen Strompreiserhöhungen bei den Endverbrauchern. Die meisten Argumente haben sich inzwischen selbst überholt. Die Erzeugung von Solarstrom ist mittlerweile nicht mehr teuer. So kostet die Kilowattstunde Solarstrom inzwischen mit 10 bis 14 Cent nur noch die Hälfte wie Strom aus dem Netz. Selbst die EEG-Umlage könnte nächstes Jahr erstmals sinken. Auch Solarstrom tagsüber in Akkus speichern und nachts wieder entnehmen ist inzwischen in vielen Fällen wirtschaftlich möglich.

Wer denkt, den Energieversorgern gehen jetzt so langsame die Argumente aus, der irrt. So geschehen am letzten Wochenende im Spiegel. Dort erschien ein Artikel unter dem Titel „Solarenergie: Stromnetzbetreiber fürchten Sonnenfinsternis“. D.h. es ist jetzt nicht mehr ein Problem, wenn die Photovoltaikanlagen zuviel Strom ins Netz speisen, sondern wenn Sie zu wenig Strom liefern. Am 20.März 2015 steht Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis bevor. Nun kommt eine partielle Sonnenfinsternis so überraschend wie Weihnachten. Auf der Webseite der NASA kann man exakt nachlesen, in welchem Umfang und wie lange Deutschland von dem Naturschauspiel betroffen sein wird. Demnach könnte die partielle Sonnenfinsternis hierzulande etwa zwischen halb neun und elf zu verfolgen sein, sofern keine Wolken die Sicht verdecken. Gegen 10 Uhr erwarten die NASA-Forscher die maximale Auswirkung. In diesen 2,5 Stunden der partiellen Sonnenfinsternis sollten also genügend Reservekapazitäten in Deutschland zur Verfügung stehen, um die Leistung der Photovoltaik-Anlagen zu kompensieren. Dies werden die Netzbetreiber in Deutschland sicherlich auch tun und so eine völlig ungewohnte Situation – wie uns „Der Spiegel“ möchte glauben lassen – ist es auch nicht. „Natürlich ist es gut sich auf dieses vorhersehbare Ereignis einzustellen, aber die erforderlichen Kapazitäten stehen zur Verfügung. Wir brauchen sie ja auch bei jedem Schlechtwettertag in Deutschland“, sagt Eicke Weber, Direktor des Fraunhofer-ISE in Freiburg, auf Nachfrage.

27.August 2014: Bundesbericht Energieforschung


Der Bundesbericht Energieforschung 2014 - Forschungsförderung für die Energiewende - ist erschienen. In dem Bericht heißt es, dass im Jahr 2013 Projekte im Bereich Photovoltaik mit 63,59 Millionen Euro gefördert worden seien. Insgesamt seien mit den Mitteln 342 laufende Vorhaben finanziert worden. Für neue Photovoltaik-Projekte seien im vergangenen Jahr insgesamt 49 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt bewilligt worden. „In den letzten Jahren wurden sowohl auf System- als auch auf Komponentenebene deutliche Kostenreduktionen erreicht. Um diese Entwicklung weiter voranzubringen und das Ausbaupotenzial der Photovoltaik wirtschaftlich und effizient zu realisieren, liegt die Zielsetzung weiterhin auf verbesserten Wirkungsgraden und dem Realisieren bestehender Kostensenkungspotenziale. In der aktuellen Situation steht dabei als Förderziel im Vordergrund, die deutsche Photovoltaik-Industrie, den Anlagenbau sowie die Zulieferfirmen bei der Entwicklung innovativer, konkurrenzfähiger Lösungen zu unterstützen“, heißt es in dem Bundesbericht.

Zum Vergleich: aus dem Bundesbericht geht auch hervor, daß für die nukleare Sicherheit Projekt mit 75 Milionen Euro und für die Fusion Projekt mit 138 Millionen Euro im Jahr 2013 gefördert wurden. Unsere Meiung: was muß da noch für die Energiewende geforscht und gefördert werden, wenn die Atomkraftwerke in absehbarer Zeit ohnehin Auslaufmodell sind und abgeschaltet werden?

11.Juli 2014

Die Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) hat heute den Bundesrat passiert. Ab August treten damit verschiedene Änderungen für Neuanlagen zur Solarstromerzeugung in Kraft

Künftig muß, wer solar erzeugten Strom selbst verbraucht, 40 Prozent EEG-Umlage darauf zahlen. Der Übergang erfolgt jedoch stufenweise. Bis Ende 2015 sind zunächst 30 Prozent, bis Ende 2016 dann 35 Prozent und ab 2017 schließlich 40 Prozent zu entrichten.

Ausgenommen von der Umlage sind Kleinanlage bis 10 kW Nennleistung. Die zusätzliche EEG-Abgabe bedeuten bei derzeitiger EEG-Umlage von ca. 6 Cent/kWh ein Abgabe auf jede selbst verbrauchte Kilowattstunde von etwa 1,9 bis 2,5 Cent/kWh.

Da Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern in der Regel nicht mehr als 10 kW Leistung haben, bleiben diese von der Abgabe befreit. Auch Bestandsanlagen bleiben von der Ökostrom-Umlage befreit. Als Ausgleich für die EEG-Abgabe wird die Einspeisevergütung für nicht verbrauchten Solarstrom ab 1.August leicht angehoben.

Für größere Photovoltaikanlage ab 500 kW (ab 2016 bereits ab 100 kW) wird für Neuanlagen die sogenannte "verpflichtende Direktvermarktung" eingeführt Betreiber neuer Solarstromanlage mit entsprechender Größe benötigen dann einen Direktvermarkter, sofern sie ihren überschüssigen Solarstrom nicht selbst verkaufen wollen.

Ausführliche Infos gibt es auf einem Merkblatt des Bundesverbandes Solarwirtschaft unter: http://bsw.li/1n9ZGez

23.Mai 2014

Der Bundesrat hat sich am Freitag (23.Mai 2014) gegen die Pläne der Bundesregierung ausgesprochen, den Eigenverbrauch aus Erneuerbaren Energien höher zu belasten als den aus konventionellen Kraftwerken, berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Eigenverbrauch. Der Bundesrat hat sich am Freitag (23.Mai 2014) gegen die Pläne der Bundesregierung ausgesprochen, den Eigenverbrauch aus Erneuerbaren Energien höher zu belasten als den aus konventionellen Kraftwerken, berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) fordert die Länder zum weiteren Kampf für eine erfolgreiche Energiewende auf. 

In einer Sitzung am Freitag hat sich der Bundesrat mehrheitlich für Nachbesserungen am Kabinettsentwurf zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ausgesprochen. Der BSW-Solar berichtet, dass insbesondere der Plan, Solarstrom zur Selbstversorgung größerer Privathaushalte und Unternehmen ab August 2014 finanziell zu belasten, auf parteiübergreifend Widerstand in der Länderkammer stieß. Ökostrom solle weitgehend von der EEG-Umlage befreit bleiben, wenn dieser für den Eigenverbrauch genutzt wird.[

21.Mai 2014

Atomstrom ist unbezahlbar. Den großen vier deutschen Stromkonzernen ging es finanziell noch nie so schlecht wie heute. Sie leiden an unbezahlbaren Folgekosten ihrer Atomkraftwerke, am halben Atomausstieg, an der Stilllegung ihrer Restmeiler und an den Kosten der Energiewende, die sie verschlafen haben. Kein Wunder, dass Eon, RWE und EnBW jetzt vorschlagen, der Staat und damit die Steuerzahler mögen die weiteren Kosten des Atomzeitalters übernehmen.

Bisher war immer vom billigen Atomstrom die Rede. Doch jetzt ist die Blase endgültig geplatzt wie die Bankenblase 2008. Auch dort wurde verdrängt, vertuscht und gelogen, dass sich die Balken bogen.

Die Atomlobby ist zu einer Entsorgung der ganz besonderen Art gezwungen. Sie muss sich selbst entsorgen und sie muss zugeben, dass die 36 Milliarden Euro bisheriger Rückstellung niemals ausreichen, um die Meiler abzureisen und den Atommüll eine Million Jahre lang zu entsorgen. Damit ist Atomstrom an seiner Unbezahlbarkeit endgültig gescheitert. Und in Deutschland ist in diesen Tagen nur der Anfang vom Ende des Atomzeitalters sichtbar geworden.

Die „Zeit“ nennt das Ansinnen der Konzerne „prinzipiell unanständig, aber sinnvoll“. Und sie hat damit recht.

Schon heute ist mit Atomstrom kein Geld mehr zu verdienen. Das wurde spätestens klar, als E.on ankündigte, sein AKW in Grafenrheinfeld sieben Monate früher zu schließen als von der Bundesregierung gefordert. Die Zeiten, in denen AKW noch Gelddruckmaschinen waren, sind ein für allemal vorbei.

Jetzt wird unerbittlich die realistische Rechnung für den Wahnsinn des Atomzeitalters präsentiert. Mit Marktwirtschaft hat dieses Ansinnen der Konzerne natürlich gar nichts zu tun. Dass beim Atomstrom jemals das Verursacherprinzip der Marktwirtschaft funktionieren könnte, war die eigentliche Illusion, besser der große Selbstbetrug.

Die Konzerne haben Jahrzehnte mit Atomstrom gut Geld verdient, aber selbst damit sind dessen Ewigkeitskosten nicht zu finanzieren. Der einhellige Aufschrei von links bis konservativ gegen die Stiftungsidee der Konzerne ist zwar verständlich, aber erschreckend naiv und unpolitisch. Doch er wird umsonst sein.

Wer, wenn nicht die Steuerzahler soll die Kosten übernehmen, die sonst niemand bezahlen kann? Und die Kosten fallen nun mal an.

Treuherzig erinnern jetzt die Bundeskanzlerin und viele Konservative an das Verursacherprinzip der Marktwirtschaft. Aber das wird gar nichts nutzen. Am Schluss bleibt nur der Steuerzahler. Das Problem ist nicht die Idee einer öffentlich-rechtlichen Stiftung zum Abwickeln des Atomzeitalters. Das Problem ist, dass sich Millionen Menschen Jahrzehnte lang haben an der Nase herumführen lassen und nicht selbst über die Unbezahlbarkeit der Folgekosten nachgedacht haben.

Das schmutzige Ende des Atomzeitalters kommt uns alle teuer zu stehen. Wen denn sonst?

Für die Energiewende heißt diese Erkenntnis: Sonne und Wind schicken keine Rechnung und sie verursachen auch nur geringe Folgekosten. Worauf warten wir eigentlich? 

(Quelle: Franz Alt, Journalist, Buchautor und Fernsehmoderator)

16.April 2014

EEG-Umlage: Bund rechnet mit 1,6 Milliarden Euro Umsatzsteuer-Einnahmen. Das Bundesfinanzministerium schätzt die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer auf die EEG-Umlage in diesem Jahr auf rund 1,612 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr waren es bereits etwa 1,354 Milliarden Euro gewesen, die die Umsatzsteuer in die Haushaltskasse des Bundes gespült hat, wie aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken Caren Lay hervorgeht. Die Mehreinnahmen sind zum einen durch die in diesem Jahr von 5,277 auf 6,24 Cent je Kilowattstunde gestiegene EEG-Umlage zurückzuführen. Zum anderen geht das Ministerium von einer Steigerung des Stromverbrauchs der privaten Haushalte von 135 auf 136 Terawattstunden in diesem Jahr aus.

Lay fordert von Bundeswirtschafts- und -energieminister Sigmar Gabriel (SPD), die gestiegenen Einnahmen zur Entlastung der privaten Stromkunden einzusetzen. „Wirtschaftsminister Gabriel treibt den Strompreis durch die Ausweitung der Industrierabatte weiter hoch. Jetzt müssen wenigstens die Mehreinnahmen, die der Staat auf die EEG-Umlage erzielt, an die Stromkunden zurück gegeben werden. Die umgehende Senkung der Stromsteuer wäre dafür der einfachste und schnellste Weg“, sagte Lay auf Anfrage von pv magazine.

(Quelle: pv magazine, www.pv-magazine.de)

21.April 2014

Photovoltaik und Windkraft stechen Atomkraft aus. Nach einer neuen Analyse der Agora Energiewende sind Photovoltaik- und Windkraftanlagen im Vergleich zu anderen CO2-freien Technologien absolut wettbewerbsfähig. Sie können künftig Strom zu 50 Prozent niedrigeren Kosten herstellen als etwa neue Atomkraftwerke. Schon heute sind sie günstiger als Atomstrom - selbt mit gasbetriebenen Reservekraftwerken.

Die Agora Energiewende hat einen Kostenvergleich für eine CO2-freie Stromversorgung in Europa vorgenommen. Das Ergebnis ist beeindruckend und eindeutig: Strom aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen ist schon heute billiger als Atomstrom – selbst unter Berücksichtigung von Reservekraftwerken. Dies sei die Folge der rasanten Technologieentwicklung in den vergangenen zwei Jahrzehnten, die die Kosten für Solar- und Windstrom deutlich gesenkt hätten. "Neue Wind- und Solarstromanlagen können Strom um bis zu 50 Prozent günstiger herstellen als neue Atomkraftwerke", sagt Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende.


(Quelle: pv magazine, www.pv-magazine.de)

3.März 2014

Pro Arbeitsplatz 440.000 € Subventionen für den größten deutschen Aluminiumhersteller. Lt. einem Bericht des WDR-5 Morgenechos vom 25.Februar 2014 subventionieren Deutschlands Stromkunden den größte deutsche Aluminiumhersteller Trimet mit jährlich rund 440.000 € je Arbeitsplatz. Möglich wird dies durch eine weitgehende Befreiung von der Ökostrom-Umlage und anderen Strompreis-Privilegien. Für die Verbraucher bestehen derartige Möglichkeiten nicht, so daß Sie die Strompreise für die großen Energieverbraucher vermutlich auch in Zukunft mit bezahlen werden.


(Quelle: Sonne Wind & Wärme, Newsletter 25.2.2014)

21.Februar 2014

Atom und Kohle belasten die Verbraucher stärker als die Umlage für erneuerbare Energien. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Forums Ökologisch-Soziale-Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace Energy hervor.

Die versteckten Subventionen für Kohle und Atom belaufen sich im Jahr 2012 danach auf rund 40 Milliarden Euro für Finanzhilfen, Steuervorteile und externe Kosten wie Klimaschäden oder Folgekosten eines nuklearen Unfalls. Das Problem: diese Subventionen werden auf keiner Stromrechnung aufgeführt, sondern die Verbraucher zahlen sie unter anderem über Steuern und sonstige Abgaben. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh wird so im Jahr mit ca. 360 € versteckten Kosten zusätzlich belastet

Im Vergleich dazu sind die offen in der Stromrechnung aufgeführten Kosten für die erneuerbaren Energien deutlich geringer und liegen im Jahr 2014 bei einem Verbrauch von 3.500 kWh bei ca. 220 € im Jahr und somit um rund ein Drittel weniger.

8.Februar 2014

Die Regierung hat einen Gesetzentwurf zum Kohleausstieg vorgelegt, mit dessen Inkrafttreten die Kohleverstromung bie Ende 2014 auslaufen soll. In dem Gesetz sind fünf Grundsätze festgelegt: Kosteneffizienz, Zuverlässigkeit, saubere Energie, Bürgerbeteiligung sowie Fokus auf Energieeinsparung und Nachfragemanagement. Das Ziel ist die saubere, verlässliche und preiswerte Energie für alle Bürger, wo und wann immer diese benötigt wird.

Das glauben Sie nicht? Das geht nicht? Doch !!!

Beschlossen hat dies die Regierung von Ontario/Kanada. Dabei ist die Provinz Ontario der Wirtschaftsmotor von ganz Kanada mit Sitz vieler internationaler Konzerne. Ontario hat sich viel vorgenommen. Das CO2-Äquivalent für den Ausstieg aus der Kohleverstromung wäre eine Regelung, die 7 Millionen Fahrzeuge von den Straßen Ontarios nimmt - bis Ende 2014 ! Auch für die Bürger Ontarios lohnt sich der Kohleausstieg. So sollen Verbraucher in den nächsten fünf Jahren 520 $ weniger für Strom bezahlen, bis 2030 sogar 3.800 $. Industriekunden sparen über die kommenden fünf Jahre durchschnittlich 3 Mio. $, bis 2030 sogar 11 Mio. $.

So funktioniert Energiewende heute.

(Quelle: Sonne Wind & Wärme 01/2014)

4.Dezember 2013

UN und Weltbank fordern Regierungen zu forciertem Ausbau Erneuerbarer Energien auf. Nach Agenturberichten der dpa haben UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und Jim Yong Kim, Präsident der Weltbank, die Regierungen der Welt wie auch private Investoren aufgefordert für höhere Anteile Erneuerbarer Energien einzutreten. Nach Ansicht von UN-Generalsekretär Ban müsse der Anteil Erneuerbarer Energien bis 2030 verdoppelt werden. Trotz anfänglich „hoher Kosten“ sei der Ausbau der EE der einzige Weg zu einer klima- und ressourcenschonenden Stromversorgung, sagte Ban weiter.

29.November 2013

Große Koalition für große Stromkonzerne. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sollte nicht gebremst werden. Ein Quotenmodell mit Ausbaudeckel oder Auktionsverfahren ist daher nicht zielführend. Zu diesem Ergebnis kommt der Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen in einem aktuellen Sondergutachten. Ähnlich sehen das auch die Energie- und Umweltverbände, die sich in Stellungnahmen zu den Beschlüssen des Koalitionsvertrags von CDU/CSU und SPD äußern. Der BUND spricht von einer "Großen Koalition für große Stromkonzerne", Greenpeace meint, die Energiewende würde durch den Vertrag auf den Kopf gestellt. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hält den Kompromiss für einen "energie- und umweltpolitischen Fehler".

(Quelle: pv magazine, www.pv-magazine.de)

16.Oktober 2013

Von "ausufernden Kosten" sprechen die Stromkonzerne angesichts der steigenden Kosten für die EEG-Umlage. Doch die Kampagne gegen die vermeintlich unbezahlbare Energiewende ist grob irreführend. Der Skandal ist ein ganz anderer.

Das haben wir jetzt davon. Nur weil unsere Kanzlerin wegen eines Unfalls im fernen Japan vor zwei Jahren Angst bekam, Deutschlands Atomkraftgegner könnten sie abwählen, hat sie uns den endgültigen Atomausstieg beschert.

Und jetzt, wo immer mehr Windräder und Solardächer Strom ins Netz speisen, müssen die Verbraucher immer mehr bezahlen. So jedenfalls lassen es die alten Stromkonzerne und ihre Lobbyverbände verbreiten.

Die nun angekündigte Steigerung der Umlage für die Förderung der Stromgewinnung aus sauberen Quellen um 18 Prozent auf mehr als sechs Cent pro Kilowattstunde scheint dieses Urteil noch zu bestätigen.

Gegen die „ausufernden Kosten“ der Energiewende, so forderte daher der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI), bedürfe es nun einer „radikalen Reform“ der Ökostromförderung. Diese koste „die Bürger im nächsten Jahr 24 Milliarden Euro“, zürnte auch Michael Fuchs, Sprecher des Wirtschaftsflügels der Union, in deren Bundestagsfraktion. Nötig sei darum ein „Förderstopp“.

Doch die Kampagne gegen die vermeintlich unbezahlbare Energiewende ist grob irreführend. Tatsächlich ist Strom derzeit so billig wie lange nicht. An der Börse zahlten große Industriebetriebe und die Stromversorger im ersten Halbjahr 2013 nur noch 3,7 Cent für die Kilowattstunde, 40 Prozent weniger als 2008. Die wichtigste Ursache dafür ist, dass die Menge an Strom aus Wind- und Solarkraft stetig anwächst und schon ein Viertel des Verbrauchs deckt. Weil der saubere Strom aus gutem Grund und politisch gewollt Vorrang bei der Einspeisung ins Netz hat, drückt das die Nachfrage nach Elektrizität aus anderen Quellen und damit deren Wert. Ökostrom dagegen wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit festen Sätzen vergütet. Folglich wächst die Differenz zum Börsenpreis und damit die Umlage für die Förderung.

Nur müsste das gar kein Problem sein. Schließlich können die Versorger umso billiger einkaufen. Der eigentliche Skandal ist, dass diese sich weigern, ihre drastisch gefallenen Kosten an ihre Haushaltskunden weiterzugeben, die den Normaltarif zahlen. Vor allem deshalb kostet die Kilowattstunde einfache Verbraucher im Schnitt 28 Cent, fast ein Drittel mehr als 2008. Die amtierende Bundesregierung hat dies sogar noch verschärft, weil sie tausende Unternehmen von der Zahlung der Umlagen für sauberen Strom und den Netzausbau befreit hat – ein Privileg, für das die übrigen Verbraucher umso mehr zahlen müssen.

Vor diesem Hintergrund ist es bizarr, dass ausgerechnet die Manager der Großindustrie für das Ende der Energiewende trommeln, während der von ihrem eigenen Verband ermittelte Strompreisindex auf dem niedrigsten Wert seit 2005 steht. Offenkundig geht es ihnen nicht um die Volkswirtschaft, sondern die schrumpfenden Gewinne der Kraftwerksbetreiber. Um deren Geschäftsmodell zu verteidigen, ist wohl jede Propaganda recht.

Quelle: der Tagesspiegel, 16.10.2013 (Auszug)

11.Oktober 2013

RWE denkt über die Stillegung von Garzweiler nach. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung gibt es bei RWE Überlegungen den Braunkohletagebau Garzweiler vorzeitig stillzulegen. Als Grund nennt die Süddeutsche Zeitung die oft nicht mehr gegebene Wirtschaftlichkeit der Braunkohlekraftwerke. Die Einspeisung der Erneuerbaren Energien hat in den letzten Jahren zu immer stärker sinkenden Börsenstrompreisen geführt und die Rendite der Braunkohle schmelzen lassen. Dies bedeutet einen großen Erfolg des weiteren anhaltenden Ausbaus der Erneuerbaren Energien.

28.August 2013

Mit 3 Euro von Frankfurt nach München. Das könnte schon bald so sein: Fahren Sie bequem mit dem Elektroauto Tesla S (5+2 Sitzer) von Frankfurt nach München für drei Euro. Anhalten ist auf der rund 400 Kilometer langen Strecke nicht nötig, es sei denn sie müssen mal. Reisegeschwindigkeit 130 Kilometer pro Stunde. Der Preis gilt bei einer Belegung des Autos mit vier Personen, bei zwei Personen sind es sechs Euro und alleine zwölf Euro.Für den Betrieb des Wagens setzen wir auf grünen Billigstrom der (noch fiktiven) Fa. PV-Tankstelle aus Frankfurt.  Diese Firma bietet eine Ladung des Wagens mit 90 Kilowattstunden für 11,90 Euro an, inklusive Mehrwertsteuer und Gewinn - in der Option "habe Zeit um Laden". Es geht auch in 30 Minuten via DC-Schnelllader. Dann ist ein LatteMacchiato beim hausinternen Café mit drin.

Cool, oder? Oder wieder mal so ein Solarunsinn? 

Weiterlesen: http://www.pv-magazine.de/meinung/blogdetails/beitrag/frankfurt-mnchen-fr-3-euro_100012158/

(Quelle: Blogbeitrag von Karl-Heinz Remmers, Herausgeber von pv
magazine, www.pv-magazin.de)

22.August 2013

Der nächste Solarboom kommt bestimmt. Führende deutsche Solarkonzerne gehen reihenweise pleite. Bosch und Siemens sind ausgestiegen. Und Solarworld steht am Abgrund. Wo bleibt das viel beschworene Solarzeitalter? Ist es schon am Ende bevor es richtig begonnen hat? Oder handelt es sich lediglich um eine vorübergehende Krise hierzulande?

Vor 100 Jahren war auch die deutsche Autobranche in der Krise. Am Beginn des Autozeitalters glaubten viel mehr Zeitgenossen an die Zukunft des Pferdes als Fortbewegungsmittel als heute an die Zukunft des Atoms oder an die Zukunft von Kohle oder Erdöl. Aber heute fahren alle oder fast alle – Auto und kaum noch jemand bewegt sich mit dem Pferd von A nach B.

(Quelle: Franz Alt, Journalist, Buchautor und Fernsehmoderator)

20.August 2013

Die versteckten Subventionen für Kohl und Atom: Endlich zeigt eine Studie schwarz auf weiß, was bisher nicht mit konkreten Zahlen zu belegen war. Konventionelle Energieträger werden in Deutschland mehr als doppelt so hoch subventioniert wie die erneuerbaren Energien, wie das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace Energy ermittelte. So hätten die versteckten Kosten für Atom, Kohle und Erdgas bei 40,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gelegen. Die EEG-Umlage habe sich 2012 auf rund 17 Milliarden Euro summiert. "Diese Rechnung entlarvt die Versuche der Atom- und Kohlelobby, die Erneuerbaren als Preistreiber darzustellen. Unterm Strich sind Wind, Wasser und Sonne die günstigste Art der Stromversorgung", sagt Marcel Keiffenheim, Leiter Energiepolitik bei Greenpeace Energy.
Bei den versteckten Kosten für Atom und Kohle sind laut Studie staatliche Förderungen wie Finanzhilfen und Steuervergünstigungen sowie externe Kosten der einzelnen Energieträger für Klimaschäden oder Folgekosten eines nuklearen Unfalls enthalten. Dabei gebe es insbesondere bei der Atomenergie einen hohen Anteil Forschungsförderung, wie etwa für die Stilllegung und den Rückbau von Forschungsreaktoren sowie für die Endlagersuche. Bei der Steinkohle gibt es spezielle Absatzbeihilfen und bei der Braunkohle schlugen als Finanzhilfen besonders die Sanierung der Bergbaugebiete zu Buche. Alle konventionellen Energieträger erhielten zudem Vergünstigungen bei der Energiesteuer und Kohle sei von Förderabgaben befreit.

(Quelle: pv magazine, www.pv-magazin.de)

3.März 2013

Erneuerbare Energien überholen Atomkraft. „In diesem Jahr werden die erneuerbaren Energien in Deutschland erstmals die Atomkraft überholen“, sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) im Anschluss des Energiegipfels im Kanzleramt.

(Quelle: Photovoltaik-Magazin online, www.photovoltaik.eu)